*Wie es sich gehört*

Warum alles so kommt, wann es soll.
Anfang, Mitte, Ende – es ist einfach – so läuft es nun mal. Der Anfang ist schimmernd, hell und immer schwebt etwas von Leichtigkeit und Eroberung in der Luft. Die Mitte ist etwas grau, sie kann nichts dafür aber tut auch nichts dagegen, dass man eigentlich schon lachend in die Kreissäge rennt. Die Mitte ist etwas träge und passiv.

Das Ende ist dann wieder scharf und klar, aber leider eben schwarz und hart. Das Ende ist aber immer ehrlich und öffnet Augen.

 


So und warum mach ich mir gerade über diese drei Sachen meinen Kopf?

Ich bin gerade in der Mitte und es ist ätzend langweilig – ich kann grau nicht ausstehen. Ich muß machen und bewegen. Ich bin furchtbar schlecht im Aussitzen und Warten.

Seit einer Woche sitze ich zu Hause und warte. Naja, nach deutschem Recht nennt man es Mutterschutz.  Da mir das nicht gegönnt ist, da ich selbstständig bin, was wir aber dann doch so ähnlich machen, weil ich doch etwas viel um die Ohren habe den ganzen Tag und wir es wichtig fanden, dem Kleinen ein Gefühl von „Du bist willkommen“ zu geben. Und wie soll er das am besten merken, als wenn die 6-22 Uhr Mama plötzlich mal bis 7 Uhr schläft und Mittags mal spazieren geht?

Somit ist also gerade Mitte bei mir und ich werde interessanterweise fast wahnsinnig bei grau – nichts halbes und nichts ganzes.

Es ist doch aber meine ganz besondere Phase – es ist eine Phase, an die ich mich zurück erinneren soll. Wie komme ich denn bitte wieder dahin, dass ich einfach alles super finde?

Asanas zeigen mir alle drei Phasen: Anfang, Mitte, Ende!

Wenn ich mich auf den Kopfstand vorbereite, dann freu ich mich. Ich scanne meinen Körper in Sekunden und arrangiere alles.Wenn ich drin bin, dann atme ich – bin da und genieße nur den Moment genau hier zu sein und nur zu atmen.Wenn ich raus gehe, dann ist da Erleichterung und etwas Ruhe. Etwas ist abgeschlossen. Pause.Ich bin also eigentlich gerade nur im Kopfstand. In der Mitte. In meiner Mitte. Ich genieße. Es ist perfekt, genau so. Der Anfang ist der Anfang und die Mitte und das Ende gehören genau dahin, wo sie sind.

Es muß nicht immer alles noch schneller und unüberlegter sein, wenn sich doch diese drei Dinge einander so perfekt bedingen.Ich sollte genießen und die Mitte genauso bewusst wahrnehmen, wie ich den Anfang spannend und unfassbar schimmernd fand.Ich sollte die Mitte genießen, denn das Ende ist schnell da. Vielleicht noch ein paar Tage oder Wochen. Dann ist mit dem Ende auch sofort ein Anfang da. Quasi vom Kopfstand ohne Pause in den Schulterstand…

Ruhe, Achtsamkeit und den Moment so zu nehmen wie er ist, ist jedes Mal und mit jeder neuen Erfahrung und Herausforderung wieder etwas, was jeder und vorallem Yogis genau angehen sollten. Ich stelle mich in den Kopfstand und genieße und fasse den Entschluß jetzt anzufangen. Atmen. Ich kann nur für jetzt atmen – habe ich gestern zu wenig bewusst geatmet kann ich es heute nicht nachholen. Weiß ich, dass es morgen hektisch wird, kann ich heute nicht für morgen voratmen.

BREATHE NOW!

Es ist 12 Uhr Mittags – ich lege mich auf die Couch mit dampfendem Tee und schaue einfach nur eine Runde aus dem Fenster.

I am here now
Just Be

One Response to "*Wie es sich gehört*"

  1. Swantje Nielsen
    Swantje Nielsen 2020 Jahren ago .Antworten

    hallo bruno, vielen dank für deine idee mit dem film – dir einen schönen tag – liebe grüße swantje*