*Helden Sind*

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Charlie Sheen hat seinen Highschool Abschluss gerade im TV überreicht bekommen. Er hat nicht in der Rehab gebüffelt. Er hat kein Abenstudium gemacht. Nein, er hat eine Spende an die Schule geleistet, da ihm der Highschool Abschluß nicht anerkannt wurde.

Weit mehr als Raum…Zeit, Geduld und Platz zum Atmen

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Wann hast Du das letzte Mal gewartet?

Welche Situation hat in Dir das letzte Mal Unruhe gestiftet?

Was macht „leere Zeit“ mit Dir?

Vielleicht ist es die Tatsache, dass ich die letzten fünf Wochen auf 10 qm mit dem Mann gelebt habe, der auch jeden Abend das Bett mit mir teilt. Das bringt einen Yogi (und hier häten wir dann auch gleich Exemplare nebeneinander davon) schnell mal dazu innere Unruhe, aufgrund mangelnder Freiheit, zu verspüren.

Vielleicht ist es aber auch wieder einmal das Tempo der Zeit, das mich, gerade wo der Spätsommer so unfassbar einlädt zum sich treiben lassen, das Thema Zeit und Geduld beschäftigen.

Es begann im Büro, wo es hoch herging und viele Dinge hätten gestern erledigt werden müßen. Das kennt jeder und man spürt förmlich, wie sich die Energie beginnt hochzuschrauben. Wie der Hase bei Alice im Wunderland rennen alle umher: „Schnell, schnell – keine Zeit!“

Es ging im Briefe, die schon hätten längst beantwortet zurück kommen sollen. Verträge und Verhandlungen innerhalb weniger Stunden – es blieb keine Luft zum Atmen und eines Abends hab ich mich gefragt: Wie ging das früher? Ohne Mail und Handy? Wenn ein Vertrag 14 Tage brauchte, bis er zurück geschickt wurde. Haben alle in der Zwischenzeit Urlaub gemacht?

Wenn eine Antwort mal länger als die heute üblichen 3,5 Minuten braucht glaubt man schon mit einem Loser zu verhandeln.

Sind wir alle bescheuert? Wie soll der Körper das bitte verstehen?

Meiner hat dann auch mal gleich gepflegt auf Pause gedrückt! Meine Aufnahmefähigkeit hat einfach aufgehört zu funktionieren und ich brauchte Pausen. Luft, Sonne und Raum…

Raum sich selbst, anderen und auch Situationen…das scheint irgendwo zwischen urban Lifestyle und Hipstertum abhanden gekommen zu sein.

Eher spekulieren wir gepflegt auf Idioten, anstatt mal ein anderes Tempo anzunehmen. Nur noch schneller ist akzeptabel.

Meine Praxis, mein eigenes Üben hatte dann auch die ganze Woche das Thema Raum und Zeit. Das Gegengift gegen zuviel ist manchmal einfach NIX!

Viele weite Dehnungen, lange halten – noch länger, bis es fast langweilig wird – das schafft neue Räume, der Körper, der Kopf dankt es Dir mit neuen Reizen, mit einem Gefühl Neues entdeckt zu haben…

Viele Öffnungen der Hüfte und des Brustkorbes – über das Ziel hinaus, aus der Komfort Zone, schaffen das Überwinden der Zeit. Man ist klar hier und nirgendswo sonst.

Viele Atemübungen bringen Dich zurück zu Deinem Körper und nicht zu dem nächsten Termin.

Auch wenn die letzten Wochen Kraft gekostet haben, ich bin dankbar dafür: Nie zuvor konnte ich sehen, wie absurd Tempo sein kann. Nie zuvor habe ich gemerkt, was Zeit und Geduld bedeutet und wie weit auch ich davon jedes Mal wieder weg bin.

Ich maile oft in Kleinschrift – das spart Zeit, glaube ich!

Ich erledige Dinge parallel – spart keine Zeit NIE!! Aber man glaubt es

Ich bin immer bemüht alles sofort zu erledigen, was NIE klappen kann und immer mindestens einen unglücklich macht – gern mal mich selbst

Daher hier meine Top drei für einen LAANGSAMEN START INS WOCHENENDE:

1. Kein Handy – nimm Dir mal wieder vor einen Brief zu schreiben: An Dich selbst, die beste Freundin, Deine Mutter/Großmutter oder Schwester – erzähle mal von Deiner Woche und warte auf eine Antwort

2. Augen auf! Weisst Du, wer die Verkäuferin ist, die jeden Morgen Brötchen für Dich verpackt, Lerne mal „fremde“ Menschen als etwas Besonderes anzusehen – schließlich sind sie gerade JETZT Teil Deines Lebens!

3. Übe Yin Yoga dieses Wochenende – geh in eine Stunde oder besuche online eine Stunde/Podcast der den Schwerpunkt long, slow deep oder restorative Yoga hat. Tauche mal ab von weiter und schneller und Du wirst neue Räume entdecken.

Genieß mal bewust Langeweile und Stille auch bei der Kommunikation, keine Worthülsen und kein Smalltalk.

Warum? Kreativität und Neues können unter Todesangst und Stress nicht klappen. Neues entsteht durch Raum und Ruhe!

* Happy Aloha Weekend *

FRIDAY GOODIE:

Join my Cause: Ich unterrichte am Samstag, den 22.09 am GLOBAL MALA PEACE DAY im yogaraum Hamburg von 10-12 Uhr eine Charity Stunde (spende, was Du kannst!) für die Kinder in den Flüchtlingslagern vor Syrien. Es herrschen dort unfassbare Zustände: 20.000 Menschen leben in Lagern ausgerichtet für 500 – Pray, Breathe and Yoga for GLOBAL PEACE

Langsam ist das neue hastig * Indien Inspiration