*Don`t Safe Yourself*

Seit ich Mutter bin habe ich drei riesen Erkenntnisse:
01: Warte nicht auf den perfekten Moment
02: Lerne Loszulassen
03: Perfektion ist nichts
Und damit herzlich Willkommen meine Damen und Herren. Der dritte Anlauf diesen Text zu schreiben und damit hoffentlich der erfolgreiche und letzte.

Revolution der Räucherstäbchen – Mit Yoga bist Du weit vorn

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„Warum ich?“ „Warum ich?“

Diese Woche war extrem anstrengend und das wurde mir von den unterschiedlichsten Typen bestätigt. Müde, erschöpft, ein Gefühl des Hinterherhetzens gepaart mit Sommerhitze und Neumond – Scheint nicht die perfekte Kombination zu sein.

„Yoga macht einen unfähig am normalen Leben teilzunehmen, man ist nicht mehr in der Lage den Alltag geregelt zu bekomen…!“

Mein Freund war diese Woche nicht nur vom Neumond und der Müdigkeit geplagt, sondern hatte auch ein Projekt auf den Schultern, was einen 18 Stunden von ihm abverlangte. Die Stimmung war im Keller, nicht nur, weil er weder zum Sport noch zum Yoga kam. Vorallem, weil es scheinbar schneller ging, als er dachte, dass ein gehetzter Agentur Nerd zum spirituellen und Körper/-und Geist bewussten Menschen switchen konnte. Sein Fazit allerdings: „Ehrlich, wenn ich daran denke, dass mir früher diese 18-20 Stunden Tage nichts ausgemacht haben… eine Kippe, ein Bier und der Feierabend war da. Jetzt habe ich bereits nach einem halben Tag bei der Hektik in der Agentur das Gefühl, ich betreibe Raubbau an meinem Körper und kann ihm nicht mal was gutes zum Essen geben, weil es einfach nichts gibt.“

Er war echt fertig und mich beschäftigte die Tatsache, dass einem Mann so etwas bewusst wird, der eigentlich immer sehr viel mehr leisten konnte als ich.

Es stimmt schon, wenn mein Büro Tag anfängt gehen die Lampen auf Alarm. Hier ein Meeting, da ein Call, ein Projekt wird hier geändert, dort auf englisch umgeändert, hier ein Text, dort ein GO…es ist schon Wahnsinn, was eine Person heute in einem Tempo leisten soll.

Ich überlegte:  Warum Yoga? Warum gerade jetzt? Sind wir alle Hippies und kommen nicht mehr klar in der Struktur eines Arbeitsalltages? Müssen wir uns entschuldigen und unsere Leidenschaft für Yoga vor unseren Chefs verstecken, um ja nicht als NICHT BELASTBAR eingestuft zu werden?

Nein! Die Revolution bist Du! Jetzt und hier. Yoga zeigt jedem von uns, dass vieles nicht mehr funktioniert. Nicht mehr schneller, weiter und mehr – wie denn auch, wenn alles weg und die Menschen ausgebrannt sind?

Ich dachte daran, wie Trends und Veränderungen in der Gesellschaft vollzogen werden. Die Hose ist ein grandioses Beispiel. Bis vor kurzem galt es als unschicklich für Frauen überhaupt Hosen zu tragen, erst Marlene Dietrich scherte sich nicht drum und brach Konventionen. Das ist noch nciht so lange her, wenn man bedenkt wie lange wir schon als Menschen leben. Das Ergebnis: Sie ertrug sicher viel Häme und Spott, aber die Hosen behielt sie an. Heute undenkbar keine Wahl außer den Rock zu haben. Noch immer gibt es sogar in Frankreich das Gesetz, dass Frauen Röcke zu tragen haben.t.

Yoga und Hose? Bevor ich mit Riten und Bräuchen aus anderen Jahrtausenden anfange, ist die Hose ein prima Beispiel. Es braucht eben ein paar Mutige. Mutige, denen das was jetzt gerade hier ist, nicht verstehen können und akzeptieren wollen. Mutige, die sich nicht damit zufrieden geben, dass es schon immer so war, sondern die mehr wollen. Mutige, die den Arsch in der Hose haben auf ihr Herz und ihren Körper zu hören und wenn noch so viele da draußen den Kopf schütteln. Mutige, die sehen, was keiner sieht. Mutige, die hören, was scheinbar niemand mehr hören kann.

Es braucht mehr Yogis.

Die Revolution lässt sich eh nicht mehr stoppen. Die kritische Masse, die es braucht um das Bewusstsein einer Bevölkerung zu verändern ist kurz davor positiv kritisch zu werden. Egal, ob nun Yoga, Meditation oder ein ausgeprägter Sinn für Humanität und sozialem Denken…Die Kreise schließen sich und auch wenn ich in meinem Büro belächelt werde, mein Freund erschöpft nach Hause kommt und meine Schwester sich für ihre Hilfsbereitschaft oftmals noch entschuldigen muß. Unser Herz führt uns. Dein Herz führt Dich auch. Aus noch nicht erklärbaren Gründen folgen wir wieder mehr einem anderen Rhythmus. Einem Rhythmus, dem noch nicht alle folgen wollen oder können. Aber einem Rhythmus, der in einigen Jahren Normalität sein wird. Das musst nirgends schwarz auf weiß stehen – Trends sind nie exakt vorhersehbar, aber man kann lernen sich auf sich zu besinnen, sich zu vertrauen und dann einfach mal gepflegt auf die Meinungen anderer zu pfeifen.

Revolution und Yoga passt nicht?

yo•ga (n) – union; a system for balancing mind, body & spirit

rev•o•lu•tion (n) – drastic and far-reaching change in ways of thinking and behaving

Ich finde schon – schön entspannt und friedlich natürlich!

Und damit ALOHA Friday und ein Hinweis auf ein schönes Projekt:

PackH2O hat die grandiose Idee Wasser in Rücksäcke zu verstauen! Die smarten Amerikaner waren geschockt, von der Tatsache, dass ihnen 24 H das Essen durch Internet und Telefon zugänglich war – wo in Ländern wie Afrika und Haiti oftmals Stunden und Tagesmärsche für ein paar Liter Wasser zu absolvieren waren. Sie gründeten packH2O und beweisen, wie einfach Hilfe sein kann. Get inspired!

Ich lieb mich – ich liebe mich nicht

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Wieviel Liebe kannst Du geben? Für Dich? In jeder Sekunde Deines Lebens für Dich entscheiden? Nur aus Liebe zu Dir selbst, aus vollstem Herzen mit dem Wissen anzuecken? In dem Vertrauen, dass Fehler keine Rückschritte sind?

Mit 32 Jahren und einem abgschlossenem Studuim bin ich selbstständige Journalistin und Yogalehrerin. Warum ich nicht einen Vertrag habe? Ich liebe Freiheit. Ich bin ein norddeutsches Insel Kind. Die Freiheit zu entscheiden über mich und über meine Familie macht mich glücklicher und zufriedener als Geld es jeh bezahlen kann. Freiheit morgens ohne Angst einen Job zu machen, jemandem gefallen zu müßen macht zufrieden.

Ich liebe das, was ich tue von Herzen und ich teile das, was ich tue unendlich gern.

Ich gehe bis zum Ende und stehe tatsächlich als Frau von 32 Jahren, mit einem guten Lebenslauf noch vor Gesprächsthemen wie diesen: “ Wir würden sie auch nicht anstellen. In dem Alter werden sie schwupps schwanger und wir sind dann die Dummen. Darauf warten so Leute wie sie doch nur.“ Stimmt, aus dem tiefestem Mitgefühl, welches ich Dir gegenüber entgegen bringen kann verstehe ich deine Sichtweise: Mir wird klar, wenn ich Sicherheit vor Freiheit wähle, dann würde ich erst schwanger werden, wenn ich einen festen Vertrag hätte am liebsten mit sicherer Rente… HAHAHAHA und alle Freiberufler und Selbstständigen lachen dreckig wie Piraten: Wir wählen Freiheit vor Sicherheit. Wir leben Träume und nicht nur von 9-17 Uhr. Meine Mutter fragt manchmal, ob ich einen Plan B habe für den Fall, dass irgendwas schief gehen würde. Commitment zu seinen Träumen sieht keinen Plan B vor. Im Yoga sagen wir Vinyasa Krama dazu. Fucking Fokus – auch wenn das Ziel jetzt mit meinem Wissenstand und in meinem Lebensraum nicht klar definiert werden kann. Kein Plan B – wer einen Porsche will, nimmt auch keinen Fiat Punto, nur weil der vielleicht etwas neuer wäre oder weniger verbraucht.

Die Kehrseite der Freieheit ganz ehrlich und offen: Wir Yogalehrer haben Sorgen, davon kann sich keiner eine Vorstellungen machen…Wir wollen um alles in der Welt positiv denken, emotional ausgeglichen sein und versuchen Herausforderungen IMMER als Weg zu sehen die Träume zu erreichen.

Wir haben unsere Up´s und Down´s und wollen allen da draußen zeigen, wie gut Yoga in der urbanen Welt da draußen hilft klar zu bleiben und scheitern dann manchmal an Steuerzahlungen oder an falschen Freunden. Hätte man das spüren können? Hätte ich da etwas umsichtiger sein können?

Ein spirituelles Leben in Hamburg zu führen mit einem normalen sozialem Leben ist manchmal nicht ganz leicht. Ich kann aber leider auch keinen anderen Weg mehr gehen, weil es der Einzige ist, der für mich Sinn macht. Optimistisch mit dem Vertrauen in das Leben und dem Wunsch, dass für alles gesorgt ist…wenn Du da einmal drauf bist, kommst Du auch nicht so schnell wieder davon runter. Also hier zu sein, ohne sich davon zu sehr beeinflussen zu lassen – ohne zu sehr hineingezogen zu werden. Stark in meinem Herz zu sein, nicht in meinem Kopf. Mein Herz, mein Bauch entscheidet: Welcher Chef lässt mich wohl drei Tage zu Hause, weil ich gerade durch eine spirituelle Krise gehe und zweifle, oder meine „Connection“ wiederfinden muß :)?

Und dann die Leute, die sagen: „Ja, aber damals, als das passiert ist, das kannst du doch nicht gewollt haben? Wer will schon krank werden? Wer will Schmerzen haben? Zweifelst du da nicht an dem Konzept?“ Es gibt Phasen da ist alles Scheiße, das Wasser steht einem bis zum Hals und es ist verdammt dunkel und es gibt auch in der tiefsten Stille keine Stimme in Dir, die irgendwie Mut macht. Und dann? Stark zu sein ist genau das jetzt, in diesen Momenten: Ich durfte erleben, dass ich aus welchen Gründen auch immer genau dann eben NICHT durchgedreht bin: Klar habe ich geflucht, geweint und keine Antwort gehabt: Aber ich habe immer gesagt, ich habe JETZT keine Antwort und ich weiß einfach, dass ich es irgendwann verstehe…und akzeptieren kann.

Die Augenblicke, die mich zweifeln lassen sind oft die Momente, für die ich besonders dankbar bin: Ich habe immer wieder gespürt, dass ich eben immer eine Wahl habe. Ich bin FREI!

Das Ego kann das manchmal so wenig leiden, wie einen Parasiten: Es fängt an mich zu nerven: Angst, Sorgen, Zukunft…? Aber wir alle glauben ja an den anderen Weg. Das Universum gibt das, was Du verdient hast und was Du ausstrahlst/ sendest: Habe ich nur Sorgen und Ängste im Kopf kann ich schnell sehen, was ich bekomme. Die Rechnung geht einfach zu schnell auf. Also kämpfe ich auch öfter mit den Sorgen, weil ich diese „Schwingungen“ gar nicht in mir spüren will und würde dafür mal am liebsten nen Tag frei machen. „Ich müßte mal ans Meer fahren, ich brauche etwas positive Energie, da mich gerade Dinge beschäftigen, die mich emotional runter ziehen und ich will das nicht auf meinen Körper überschwappen lassen.“ Da wäre doch jeder Chef sofort dabei oder? :)

Lerne Dich zu lieben und für Dich einzustehen. Übe Dich darin, zu lieben und zwar alles was da ist – gerade wenn es mal nicht das ist, was du willst und dann stehe für Dich ein. Dreh es um!

Life is a game – play it with an open heart full of love*

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