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Mandala, Meditation und einfach mal den Gang rausnehmen

Druck! Stress! Jahresendspurt! Ich bin absolut kein Freund von zuviel Stress, aber niemand kann leugnen: Der November steht unter dem Motto; Druck. Astrologisch, und das lese ich gerade tatsächlich in jedem etwas sternenbehängtem Blog, aber man braucht eigentlich nur rausgehen und einen Blick in die Supermärkte werfen: Adventskalender!

Und manchmal geht nur „semi-optimal“

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Ungerecht. Zickig. Unfair. Egoistisch. Nicht mitfühlend. Ich bezogen.

Ja, ist das Yoga? Das schlimmste Ungeheuer im Spiegel, was ich nie erhoffte anzutreffen, erwacht und macht sich gerade selbstständig auf Pilgerreise, um alle Lieben um mich herum zu erschrecken!

Swantje, bist Du da? Komm raus!

Mein Freund ruft die letzten Tage öfter mal nach mir, aber ich höre nur verhalten und leise eine Stimme, die nicht zuzuordnen ist. Nee, ich war nicht zu gebrauchen die letzten Tage.

Neuer Job, neue Verantwortungen, Wohnungen suchen, Geld Sorgen, gepaart mit üblen Rückenschmerzen und einem Sommer, der nicht in Schwung kommt – das Dilemma war vorprogrammiert. Und Schuld sind die anderen…Nichts gegen meine Mutter, aber ich hörte mich mehr als einmal Sätze sagen von denen ich nicht dachte, dass ich sie nie sagen würde: „Oh, warum ist das noch nicht fertig?“ „Nie machst du das!“ „So kann das noch Stunden dauern.“ Alles immer schön unterlegt mit einem Schnaufen und Augenrollen, wie es nur von Frauen kommt, die mit sich nicht im Reinen sind.

Was war los? Yoga, HALLO ich sitze doch auf der Matte – zauber doch mal, das klappt doch sonst immer. Was ist denn los? Leitung defekt?

Yoga hat eine tolle Eigenschaft. Du kannst Dich nicht selbst bescheissen. Ich saß also auf meiner Matte und dachte: „Was muß ich tun, dass meine Laune wieder besser wird?“ LASS LOSS ENTSPANN DICH …blabla es gibt Phasen da hilft das nicht. Yoga bringt mich immer wieder zu mir und das war der Schlüsselmoment. So sehr ich auch versuchte dagegen anzugehen: Es war gerade nun mal semi optimal. Mein Yoga war da. Ich übte einfach weiter, es muß an dieser Stelle nicht erwähnt werden, dass das natürlich auch  nicht zufriedenstellend war!

Ich öffnete also heute früh nach Savasana die Augen und dachte: Gut, dass bist Du das eben gerade. Unausstehlich, eklig und egoistisch. Nicht schön, aber Cellulite will auch niemand und man arrangiert sich damit. Mit Übellaunigkeit kann ich mich dann eben auch mal arrangieren.

„Schatz sorry, so ist es eben gerade! Ich bin gestresst, häßlich egoistisch und habe das Gefühl keinem gerecht zu werden und nichts zu schaffen. Es tut mir leid, wenn du darunter leidest, aber leider ist es so gerade.“

Bah, wie ätzend ich mich fand. Ich, die immer lächelnde und optimistische kleine Yogamaus ein Diven Yogi!

Aber der Bann war gebrochen! Es war wie ein Händeklatschen, was eine andere Energie in den Raum bringt. So bin ich gerade. Ich akzeptiere mich so. Ich finde es nicht toll, aber ich nehme es an. Das waren die Zauberworte und alles war weg.

Der Job war wichtig, aber nichts war so wichtig, dass ich mir davon die Laune verderben lassen sollte.

Die Sorgen waren noch da, aber es geht immer mal auf und ab.

Ich akzeptiere mich und dann sind die anderen auch wieder da!

Aufmerksam, statt irrtiert. Mitfühlend, statt auch genervt.

Yoga hilft, nicht immer sofort. Nicht immer so, wie Du es vielleicht gerade haben willst. Yoga macht wach und lässt Dich sehen, nicht schön, aber ECHT!

YOU ARE BEAUTIFUL!

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Hallo Körper, hörst Du mich?

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Du hast es weit gebracht! Ich bin stolz auf Dich. Du bist für mich durchs Feuer gelaufen und hast mit mir im Dschungel geschlafen. Du hast mich nicht verlassen, als ich dachte es bleibt keiner mehr und bist auch immer der Letzte auf meinen Partys: ABER die letzten 100 Meter, also wenn eigentlich alles erledigt ist, dann streikst Du. Du weichst mir aus, gerade wenn ich dachte, Dich verstanden zu haben. Seit Jahren versuche ich, mich Dir achtsam und mit viel Aufmerksamkeit zu nähern. Was haben wir nicht schon für skurille Sachen gemeinsam erlebt, alles um des besseren Miteinanders Willen. Man könnte sagen wir führen eine wilde Affäre, die sich ganz langsam in eine sehr harmonische und liebevolle Beziehung entwickeln wird, wenn wir aufeinander aufpassen. Meine Freunde nennen Dich einen sehr liebevollen und starken Partner. Meine Eltern allerdings sind sich da nicht so sicher, für sie gilt immer noch ein anderes Gesetz. Meine Eltern trauen noch lieber anderen, als sich und ihrem Gefühl. Die Zeit war damals noch anders – wir sehen es ihnen nach, wenn sie kopfschüttelnd meine Erklärungen hören, warum Du mir gerade wieder ein wenig distanziert vorkommst.

Körper – ich danke Dir dennoch. Du hast es schließlich geschafft mich so werden zu lassen, wie ich bin.

Yoga leistet einen grandiosen Beitrag. Einen Beitrag dazu, Dich immer besser verstehen zu können und vorallem, darauf zu vertrauen, dass Du das Richtige tun wirst. Es lehrt mich, dass Du eigentlich nur Heilung als Ziel hast. Jede Zelle von Dir möchte Dich und mich zusammenbringen. Dafür gibst Du echt alles! Manchmal zweifel ich ja wirklich ein wenig, ob Du Dir da immer so sicher bist, was Du da tust. Dann wiederum denke ich: “ Wer bist du mit deinen 32 Jahren dich hier einzumischen, in diese Arbeit?“ Aktuell also liegst Du hier seit Tagen im Bett, nach einer schönen Reise und ich fühle mich elend. Aber unaufhörlich kämpfst Du wie eine Löwenmutter und ich habe es nach dem dritten Tag aufgegeben mich dagegen zu stellen: Ich lass Dich machen. Du hörst eh nicht auf, bis Du fertig bist. Als ich das realisiere durchdringt mich eine unfassbar schöne Stille. Eine Ruhe, die nicht nach Antworten suchen muss und eine Stille, die Raum lässt für Heilung.

Die letzten Tage habe ich viel über Dich nachgedacht und recherchiert. Körperbewusstsein und Liebe. Heilung und Vertrauen. Es klingt natürlich herrlich spirituell und ja das ist es: Spirituell in seiner ursprünglichen Form heisst: Geist, Sein, Atmen – und was will ich denn bitte, wenn ich ein Bewusstsein für meinen Körper haben will. Atmen, Sein und einen Kontakt zu dem hinter Haut, Muskeln und Gewebe entdecken! Also atme ich – ich liege im Bett und alles was ich tue ist atmen. Hallo Körper, hörst Du mich? Ich wäre jetzt hier und durchaus in der Lage mich Dir zu nähern. Viele Studien besagen, dass ein Körperbewusstsein erst durch Selbstliebe entstehen kann. Damit ist kein egozentrisches Außenwirken wollen gemeint. Selbstliebe soll vielmehr ein Grundstein sein. Jeden Morgen aufzuwachen und dankbar zu sein, dass man da ist – erstmal so, wie man ist. Liebe ist also für die Spiritualität besonders wichtig und sie fängt bei mir und Dir an. Das Problem ist natürlich ziemlich offensichtlich, dass die letzten Jahre nicht wirklich was für unsere Beziehung getan haben. Medien, Internet und Ökonomie treiben das Außen in den Vordergrund und wir beide, wie auch alle anderen haben es unglaublich schwer sich überhaupt zu verständigen, wenn es doch außen so viele Sachen zuerst zu erledigen gibt. Aber die Zeit ist jetzt vorbei. Irgendwie wird es stiller, das Außen scheint etwas mehr abzunehmen. Oder aber der Fokus ändert sich. Nur weil 50 Filme an einem Abend im TV laufen, kann ich mich ja trotzdem für mein Buch entscheiden. Die bewusste Entscheidung etwas zu verändern und Dinge nicht anderen in die Schuhe zu schieben, sondern bei sich selbst anzufangen, hat einiges bewegt in den letzten Jahren. Es ist gerade ein Umbruch da und den nutzen wir alle, die das hier lesen. Es ist ein Aufwachen und hinhören. Hallo Körper, hörst Du mich? Ich atme für Dich, weil ich weiß, dass Du das gut gebrauchen kannst. Ich bin, für Dich, weil Du mich dafür sein lässt, wie ich bin.

Ja, wir beide haben durchaus gute Chancen auf ein Happy End – Ich bin 32 Jahre und Du bist schon einen verdammt langen Weg an meiner Seite. Die Zeiten werden besser und Deine Sprache verstehe ich mit den Jahren mittlerweile gut. So gut, dass ich beginnen kann nach außen zu schauen und zu entscheiden, ob wir 15 Filme oder ein Buch als Abendgestaltung betreiben. Ich lerne Dir zu vertrauen und danke Dir, dass Du so herzzereissend kämpfen kannst. Es rührt mich, dass wir beide scheinbar da sind, wo der Anfang eines neuen Weges ist. Danke Dir! Hallo Körper hörst Du mich?

Change it – love it, or leave it – nichts unter 100%

Der Satz ist einfach: Liebe es oder lasse es bleiben! Ich sitze mit Freunden beim Japaner unseres Vertrauens und wir machen uns Gedanken über Fleisch. Wir essen alle nicht viel und es gibt Pros wie Kontras, ob man es nun beibehalten sollte oder eben nicht. Die Argumente reichen von Ethik und Moral, Ahimsa (Gewaltlosigkeit)  über Hormone im Fleisch bis hin zu der globalen Veränderungen, wenn denn alle mitziehen würden…Es entstand eine Wette: 120 Tage kein Alkohol, kein Fisch oder Fleisch. Da wir dachten es könnte nicht schaden, die spirituellen 40 Tage, die es braucht um Veränderungen zu manifestieren einfach zu verdreifachen. Um dem gesamten System die Chance zur Veränderung zu geben.

120 Tage später sitze ich vor meinem ersten Stück Hühnchen und einem Glas Rotwein. Meine beste Freundin sitzt mir gegenüber und findet das alles sehr lustig und so ganz verstehen kann sie es nicht, dass man das macht ohne einen Grund.

Das Ganze ist nun knapp sechs Monate her. Im Personal Training heute kamen wir auf das Gespräch von Veränderungen und wie man es schafft diese endlich mal einzuläuten. „Just do it!“ Habe ich ihm gesagt. Etwas verunsichert schaute er mich an und wollte wissen, ob es denn so einfach sei. „Nein, denn du musst es ja machen!“

Das Witzige ist, dass viele dieses Yoga Gefühl lieben.  Jeder mag das Gefühl gut zu essen und ausgeruht zu sein…ABER: Alle leiden! Wie soll man das denn im Alltag umsetzen? JUST DO IT! Egal was es auch ist, was Du in Deinem Leben ändern möchtest: Wenn Dir diese Veränderung im Kopf ist und Dich nervt: Beginne jetzt es zu verändern.

Das Großartige ist: Dein Körper ist zellbiologisch nach 28 Tage einmal A BRAND NEW YOU: Heisst, wenn Du es irgendwie schaffst Deinem Kopf ein Schnippchen zu schlagen und für die 28 Tage eine Gewohnheit in eine andere umzuwandeln dann hast Du gute Chancen, dass sie Dich nicht so schnell wieder besucht.

Es geht nicht darum, ab morgen alles anders zu machen. Bedenke immer von wo Du kommst und was Du womöglich auch hinter Dir lässt: Im Sommer auf Wein zu verzichten und das für drei Monate ist manchmal echt sozialunverträglich, aber es hat mich bewusster werden lassen. Es ging mir dabei nicht um den Wein, sondern um das Genießen und die Ruhe und um das Wissen: I CAN DO IT! Wenn ich es denn wollte.

Womit wir zum nächsten Punkt kommen: Kennst Du auch Freunde die ihr Leben dauernd so ätzend und schrecklich finden? Es gibt niemanden, dem es schlechter geht als ihnen, oder? Wenn wir denen sagen: „Du willst ja nicht!“ (aus der Beziehung raus, den Job wechseln, ein anderes Land kennen lernen oder auch nur mal ein anderes Restaurant testen) kommt als Standard Antwort: „So einfach wie bei dir ist das ja nicht.“ Oder so etwas in der Art. Jaja der verdammte Kopf ist echt ein Miststück:  Die Komfortzone drückt wie eine Zara Hose am Bauch, aber wir lassen sie lieber an als mal zu sagen, dass das eine Frechheit ist so etwas zu verkaufen 😉

JUST DO IT! Wer nicht will, weiß entweder nicht genau, was er verändern will oder steht vor der Klippe, staunt und beklascht die anderen und geht dann wieder zurück ins Wohnzimmer.

Dein Geist gehört genauso zu Deinen Zellen und dem 28 Tage System: Er kann nur überlistet werden, wenn Du es tust. Oder aber und das geht an die Nörgler: Arrangiere Dich mit Deinen Gewohnheiten und Macken und liebe sie, dann ist das Leiden auch schnell vorbei.

Change it love it or leave it – ist so etwas wie ein 100% Commitment für Dein Leben – Wann immer also eine Entscheidung ansteht und wenn sie noch so verdreckt daher geschlichen kommt:

BE 100% und dann sei gut damit. Es ist wie in dem Werbespott mit der zweitbesten Frau und dem zweitbesten Steak im Restaurant – DAS WILL DOCH NIEMAND!

Du willst Liebe? Dann liebe und nicht nur die Auserwählten, oder den Prinzen, der dann daher geritten kommen soll!

Du willst Glück? Dann sei glücklich und warte nicht darauf, dass dafür erst genug Geld da sein muß!

Die Zeit vor Ostern nutzen viele um auf irgendwas zu verzichten. Verzicht ist nicht nötig ganz im Gegenteil: Eher mehr von dem, was Du wirklich willst und wo Du hingehörst und dann geh einfach!

JUST DO IT!

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Fürchte Dich… und mach es trotzdem!

Abwarten und Tee trinken – Erfolg kommt mit viel Glück!

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Der Kampf ums Glück ist ein Kampf voller Missverständnisse…denn wer kämpft, der wird sich an dem Brocken die Zähne ausbeissen.

Eine kleine Anekdote meiner Kindheit: Meine Eltern hatten im Garten hinterm Haus mal die fixe Idee für uns einen Gemüsegarten anzulegen. Großartig! So lernten meine Schwester und ich, dass Gemüse nicht von Bofrost oder Eismann kommt. Was nicht zu lernen ist, sondern nur zu erfahren, Wachstum braucht halt ne Weile. Meine Schwester und ich, von Natur aus sehr ungeduldig, hatten für so was keine Zeit und haben nach drei Tagen in regelmäßigen Abständen begonnen nach dem Rechten bei den Karotten zu gucken.

Es vergingen einige Tage bis meine Mutter sich wunderte, warum sich nix tut im Beet…und wir etwas traurig bei Bofrost anrufen mussten.

Glück ist ähnlich wie eine Karotte: Wir tun und machen und wenn dann nicht als bald Ergebnisse da sind, dann werden wir ungeduldig…das Ergebnis: Zurück auf Los – keine 100 Euro einziehen. Und dann geht es los das Gejammer. Ich hab mich doch so bemüht! Ich hab es doch mal wieder verdient! …

Aber Karotten und Glück sollten Zeit haben um wachsen zu können. Wie oft sagt man bitte im Alter Sätze wie: „Da wäre ich damals noch nicht reif genug für gewesen.“ „Der Typ war super, aber ich noch nicht bereit für den Schritt.“

Gebe den Dingen ihre Zeit – Du wirst eh nichts ändern können. Es gibt Einige, die glauben sie können Dinge berechnen. Erfolg messen. Karriere justieren.

Es gehört mehr dazu, als ein wenig Wasser, gute Erde und die Samen, die verdammt noch zu wachsen haben!

Wir müßen das Vertrauen und die Geduld haben, dass unsere Intentionen und auch unsere Wünsche in Einklang mit unserem Umfeld, unseren Möglichkeiten und uns selbst zusammen passen.

Unsere Kultur ist allerdings ganz anderer Meinung: Wir brauchen Ziele! Erfolg muß messbar sein. Das Problem ist, dass das vielleicht bei einigen Dingen klappt, aber YOGA tickt anders! Es geht auf diesem Weg, nenne ihn Yoga, spirituell, Deinen Weg oder Loslassen :) nicht um ein Ziel, was nach einer festgelegten Abfolge ein berechnetes Ergebnis bringt, es geht ausschließlich um den Weg an sich!

Es muß sich entwickeln und dafür muß erst mal viel Mist weg. Alte Muster – Denkweisen aus der Erziehung, Gewohnheiten – Wir sagen gern Komfort Zone dazu. Die gilt es relativ entspannt, aber dennoch gewollt, zu verlassen. Manchmal verursachen wir das selbst, manchmal trifft uns der Hammer KNALLHART und wir „konnten doch nichts dafür.“ Aber in der Regel ist es nur die Frage, wie wir das Ganze dann angehen.

Back to the Roots, ab auf die Couch, Mitleid und viel Pizza – oder anderen zuhören, sich selbst zuhören und den Mut haben, es irgendwie mal anders zu sehen…Das muß nicht bahnbrechend sein und schon gar nicht in der Höhle im Himalya enden. Für manche ist die Komfort Zone zu Ende, wenn sie das Duschgel wechseln – manch einer verlässt die Komfort Zone erst, wenn die Reissleine am Fallschirm gezogen werden muß. Was zählt ist, das zu erkennen und anzunehmen und ihm dann Zeit zu geben. Ja versuch das mal: Etwas unerwartetes geschieht und nach einer gelernten Abfolge von Emotionen (Verleugnung, Panik/Angst, Trauer, Akzeptanz) entscheide Dich für etwas ganz anderes, was Du normaler weise tun würdest.

Worum es geht? Praxis, Üben…Hinfallen und Aufstehen.

Warum? Weil es kaum mehr jemanden gibt, der an den Erfolg von alten Mustern glaubt – außer beim Nachkochen von Omas Eintopf.

Was passiert? Eine Menge –  schnall Dich fest an, denn das wird turbulent – aber lebenswert.

*Es ist Deine Wahl, aber auch Dein Leben*

Upper Limit Problems – Leiden ist Einstellungssache

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Es trifft einen ja immer, wenn man entweder überhaupt keinen Bock drauf hat oder das Pech hinter der nächsten Ecke auf dich wartet, während du eh schon mit dem Teufel im Rücken kämpfst. Oder einfacher: Wenn es scheiße läuft, kommt meist noch was oben drauf. Für das Jahr 2011 spreche ich damit sicher einigen, bis Millionen aus dem Herzen.

Ich lüfte jetzt das Geheimnis: Ab heute wird die Welt und alles, was dir ab jetzt „so schreckliches“ passiert, im neuen Licht erstrahlen. Wenn es denn nicht schon so ist.

Immer wenn Ärger droht, egal ob gesundheitlich, finanziell oder in Beziehungen jeder Art, kann dahinter das Potential stehen sich weiterzuentwickeln. Zu Wachsen ist ja generell in Zeiten von endlicher Expansion ein schwieriges Thema und genau JETZT ist es die Zeit, dass die letzten Monate an einem vorbei ziehen, die Themen wie Geld, Gesundheit oder Liebe in einer bisher ungeahnten Intensität in sich getragen haben. Es gibt vielleicht keine allgemein gültige Formel um den Ärger von der Schulter zu bekommen: ABER es gibt eine spirituelle Erklärung, die mir so schlüssig erscheint, dass ich daraus am liebsten ein Schulfach machen würde: Upper Limit Problems: Gemeint sind die Hindernisse, die mit Garantie dann auftauchen, wenn man sie so überhaupt gar nicht gebrauchen kann, weil es doch gerade so gut läuft: Rückenchsmerzen, wenn man doch gerade den neuen, coolen Job hat. Magen-Darm, wenn man doch mit seinem neuen Freund auf der Couch kuscheln will. Geldsorgen, wenn man doch nur ganz in Ruhe sein möchte.

Upper Limit Problems kurz UL. Diese ULPs ermöglichen einem immer die Chance in alte Strukturen zurück zu fallen, die Comfort Zone nicht zu verlassen, oder aber auf holprigen Wegen zu wandern und sich über den Weg an sich zu freuen.

Woran erkenne ich UPL´s?

Arztpraxis: „Warum sind sie hier. Was haben sie?“

“Ich habe seit drei Wochen unbeschreibliche Bauchschmerzen (ersatzbar wären hier: Rücken, Kopf oder auch mal Gelenkschmerzen oder Hautprobleme)!“

CUT! Vier Tage später: Nach großem Blutbild, Röntgenbildern, Ultraschall Aufnahmen und Augeninnendruck Tests. „Mhh sehr interessant, wir können nach allen Tests nichts feststellen.“

Und jetzt TATATA Doktor Spruch des Jahres: „Vielleicht haben sie Stress!“

Wenn nichts geht, geht das immer. Denn irgendwie haben wir den garantiert, wenn man sich zum Arzt schleppt. Sollte dann aber nichts „organisches“ dabei herauskommen, geht Stress immer. Was dann aber passiert ist eine erhöhte Achtsamkeit sich selbst gegenüber und auch oftmals den Aussagen von Freunden und Bekannten, für die wir in anderen Zeiten vielleicht manchmal taub sind. Ärzte suchen in uns, wie in einem Auto. Schablone gezogen und verglichen:  Wenn die Schablone nicht passt, kann man sicherlich den Körper schon wieder in die Schablone pressen.

UPL`s kommen dann um die Ecke, wie eben scheinbar verloren gegangene Freunde, mit Ratschlägen, die erschütternd ehrlich sind: “Süße, (a.k.a.Digga) ich glaube wirklich, dass es dir nicht besser gehen wird. Wenn die was finden wollen, werden sie womöglich was finden. Du machst gerade eine enorme Wachstumsphase durch, ob es dir passt oder nicht. Ich könnte wetten, alles das hier kann dich durch die Decke bringen wird und durch die alten Strukturen hindurch neue schaffen kann. Entspann dich und nimm es an.“

Falls ihr davon noch nie gehört habt: Hier das Buch zum “upper limit problem,” Gay Hendrick’s: “The Big Leap.”

Die Idee dahinter ist: Jeder hat ein individuelles Thermostat. Erfolg, Wohlstand und Glück sind oftmals nur in der individuellen Dosis und nach erfahrenen Ereignissen ertragbar. Das wäre das oberste Limit, welches sich tragen lässt ohne die Comfort Zone verlassen zu müßen.

Geht das Thermostat mal durch die Decke, gerät das ultrafein justierte System Körper in eine Art Gewitter und je nach Konsititution in ein damit verbundenes Chaos. Man könnte jetzt leiden, das allerdings wäre ja eine bewusste Entscheidung. Dazu sind UPL´s aber nicht da.

Wenn der Erfolg kurz bevor steht, der Typ vor einem auf die Knie fällt oder auch die neue Wohnung ohne Ärger bezugsfertig da ist, machen wir manchmal alles, um genau das zu verhindern. Wir haben quasi die Fähigkeit, uns selbst zu sabotieren. Klingt wahnsinnig manisch und krank, aber  HEY WELCOME TO YOUR MIND! Solange alles schön nach Schema F läuft, lässt der alles durchgehen, aber wehe das Gewitter kommt.

UPL´s lassen sich manifestieren, wenn man sie erkennt

Der neue Job ist unterschrieben und innerhalb kürzester Zeit hat man einen Unfall. Ein Beinbruch, der PC streikt, um die Bewerbungen noch nachzureichen, der Körper schreit nach viel Fast Food, bis man sich schlecht fühlt. Man beginnt, mit sich selbst im Clinch zu liegen: Warum ist das passiert? Wie komm ich da jetzt raus? Wieso passiert IMMER mir so was? Jeder kennt das in dieser oder anderen Formen, der lustigen Sabotage.

Ich kenne das nur zu gut: Ich bin die erste, die auch mit Hexenschuß weiter auf der Matte steht „opening pain!“ schreit und kaum einen Fuß bewegen kann. Alles im Auftrag des Wachstums – den wollen wir natürlich alle, da sind alle Menschen gleich und den können wir nicht ablegen, denn dann sterben wir. Die Kür ist nun, den Wachstum hereinzulassen und nicht zu überdeckeln mit Schuhen, einem „coolen total unabhängigen Single Leben“ oder einem Job der ja nur da ist, bis man was anderes hat (in 20 Jahren NICHT!).

UPL´s richtig behandeln

Chill OUT! Erster Schritt: Erkenne, was los ist! Wenn die Gedanken sich dahin verdichten, dass du beginnst einen Kontext aus den letzten Monaten und deinem Körperbewustsein zu ziehen, dann ist das ein Anfang. Dann erwarte aber nicht ernsthaft, dass Aspirin/Cortison oder Antibiotika dich heilt. Suche nicht ewig. Sondern und das ist die größte aller Aufgaben: Halt die Klappe und höre deinem Körper mal zu. Schmerz oder anderes Unwohlsein ist seine Art der Kommunikation. Er kann auch schön mit dir reden, nur hören wir das leider zu selten. Keine Sorge, das trainiert sich ganz schnell :).

So schnell, wie du den Chill Modus anschmeißt, wird dir dein Körper danken und sich besser fühlen.

Sei dir sicher – Jeder hat seine Päckchen zu tragen.

Ich kann dir versichern, dass jeder egal, wie unantastbar und perfekt er dir erscheinen mag seine Sachen mit sich rumträgt. Manche ziemlich offensichtlich auf der Stirn, manche erkennen es selbst nicht nach Jahren. Aber die UPL´s zu erkennen erfordert viel Mut: Dein Ego muß erkennen, dass sich da was dramatisch ändern könnte (ahhh Gewitter) und dein Opferhaltung wird auf eine harte Probe gestellt. „Why me?“

Beginne UPL´s als Freunde anzusehen, die dich stärker machen wollen

Vertrauen: Genau so wie du jetzt bist, an dem Punkt im Leben, mit den Menschen und mit den Möglichkeiten, die dich umgeben, kannst du in deinem Rahmen und den dir „erträglichen“ UPL´s arbeiten. Alles andere wäre Augenwischerei. Vertraue darauf, dass du das nächste Mal stärker sein wirst. Erinnere dich daran, dass du beim nächsten Problem sagen wirst: „Beim letzten Mal war ich noch viel unentspannter.“ Im besten Fall bist du eh durch und du wirst das Thema gar nicht mehr auf dem Tablett haben.

Sei achtsam

Halt die Augen auf vor unfassbar tollen Situationen, sie sind wie gemacht für den UPL Test: „Wie viel Erfolg, Glück, Liebe und ALLES bin ich wirklich bereit zu ertragen?“ Wenn deine Antwort darauf „ALLES ist gerade gut für mich ist“, dann mach dich darauf gefasst, dass das Gewitter losgeht: Set your Intention, aber bleibe achtsam, was dann losgetreten werden kann. Veränderungen können nur entstehen, wenn sich was verändert. Ein Haus braucht auch erstmal eine tiefe Grube, um zu entstehen. Steig nicht auf das Drama vom Kopf ein. Er wird dir Geschichten erzählen und Emotionen lostreten und alles ganz schwer machen wollen. PRIMA! Let´s get the Party started. Es kann losgehen, anschnallen: Der Fahrstuhl durch die Decke deiner eigenen Limits hat gerade das oberste Stockwerk angefahren.

Enjoy the ride!

 

 

Hips don´t lie – Diary urbanyogini in LA

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SOHAM HAMSA – I AM ME

“Stay focused on experiencing and communicating the absolute truth of who you really  are.” Sieben Uhr am Morgen in einem kleinen Yoga Studio in Santa Barbara. Aufgrund des schrecklichen Verkehrs bin ich bereits um halb fünf aufgestanden und nun wird mir hier gerade ohne Kaffee im Blut nahe gelegt meinem direkten Matten Nachbarn in die Augen zu gucken und ihn zu fragen, wie er wirklich ist. Nicht nur, dass ich mich bei dem Gedanken unwohl fühle einem Fremden so ungeniert verbal sezieren zu müssen – so ist auch bereits die aufsteigende Nervosität am etwas holprig werden Atem und am zippeln an meiner Hose zu spüren, wenn ich daran denke, dass ich mich hier auch gleich auf dem Tablett servieren muss.

Die ersten Antworten hören sich an wie bei einem Speed Dating: Name, Alter, Beruf und ein paar Hobbys – wie mir geheißen, frage ich zwischendurch immer mal wieder nach: „Tell me who you really are…“So langsam wird die Journalistin in mir wach und ich versuche mit wachem Blick meinem Mattennachbarn Dave zu beobachten. Schon kurz darauf wird das Spiel gedreht und ich muss dem Speed Dating Bogen versuchen nicht zu überspannen…das betont ruhige aber durchaus penetrante Nachfragen von Dave: „Tell me who you really are…“ lässt in mir zwei Gedanken aufsteigen: Raus rennen und das Small Talk Spiel spielen. Ich kann das gut, ich hatte eine Small Talk wasserdichte Kindheit – Bilderbuch mäßig mit Strand und so – mein Name an sich schafft auch schon mal fünf Minuten um Schweigeminuten zu überbrücken – und von einem langweiligen Bürojob bin ich auch Welten weg. So sitzt mir Dave gegenüber und fragt unaufhörlich und ich merke, dass diese Small Talk Mäntelchen langsam anfangen zu fallen – einer nach dem anderen sinkt zu Boden und ich kann ihnen dabei fast zusehen. Es wird zäh über mich so zu sprechen…meine Wünsche – was ich meine zu sein….Die Zeit ist um und wir beginnen die Praxis mit einer intensiven Flow Sequenz und nur Minuten später sitze ich wieder auf der Matte und begrüße die wieder aufsteigende und eigentlich ausdiskitierte Frage (Who AM I REALLY?) mit meinen Hüften aus.

Julie, die Lehrerin, spricht seit gefühlten 10 Minuten ihr mantrisch klingendes „Let go…“ und ich bin den Tränen nahe. Ja wer bin ich und wie kann mich denn bitte als gestande Frau mit einer guten Karriere und einem guten Selbstbewusstseins unter der Sonne LA´s morgens um sieben so eine Frage das Herz schwer machen? Wenn die Hüften für alle Beziehungen in einem Leben stehen, dann läuft bei mir gerade was richtig schief. Ich fühlte mich doch eben noch so unendlich wohl hier: Mein Meer, mein Yoga – diese tollen Menschen hier….Wer bist du…?

Die andere Hüfte lässt keinen Zweifel daran, dass die Beziehungen (alle samt) einen gerade zu überdimensionalen Part in meinem Leben spielt – das hält ja keine Hüfte aus, wie du dich mit anderen beschäftigst.

Das Gefühl wenn sich das Gewebe zu lösen versucht und doch verklebt ist, will ich morgens um sieben eigentlich gar nicht gern um mich haben, aber immer hin ich atme….tief ruhig etwas bemüht aber ich atme – Irgendwo aus der Tiefe kommt ein Lied, welches ich mal in irgendeiner anderen Yoga Klasse gehört hatte – es gefiel mir so gut, weil es so gar nicht nach Yoga Lied klang. „I am who I am that ist that…“ ich erschreckende fast vor mir selber und diesem  Zusammenhang aber es beruhigt auch, wie eine innere Stimme, die dich trägt intuitiv und beschützend…I AM WHO I AM THAT IS THAT…Die Atmung trägt die Worte – die Worte schmelzen den Schmerz weg…ich tauche ein und bin da…ICH