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*Dessous und andere Nettigkeiten*

Ich erlag einem Denkfehler. Ich wollte glauben, wenn man schon so lange Yoga übt und es liebt und wirklich versucht es gut leben, dann, ja dann wäre das Thema mit Mann, Kind, Haushalt und Geld so überhaupt mal gar kein Problem. Und das ist der Denkfehler –  das stimmt so überhaupt nicht.

" For every minute you are angry you lose sixty seconds of happiness. " Ralph Waldo Emerson

Stairways to Happiness

*Stairway to Happiness*

Es gibt nichts Leichteres als glücklich zu sein, man muß es nur sein nicht suchen…

Der deutsche Buchmarkt begibt sich ja gerade zu Beginn der dunkleren Jahrenzeit wieder in einen GLÜCKSBUCH KAUFRAUSCH und es ist unfassbar wieviel Geld hier in Papier fliesst, auf dem steht, dass man nur dies oder dies zu tun hätte um dem großen Glück etwas näher zu kommen. Das große Glück, das echte Glück, das wahre Glück? Gäbe es da wirklich Unterschiede, dann würde man es auch anders nennen. Es gibt immer nur Dein Glück und daher ist der Buchmarkt auch so voll, denn bei 80 Millionen Deutschen allein, wäre es möglich mindestens genau so viele Bücher auf den Markt zu schmeissen. Daher gebe ich Dir hier heute einmal die fünf Schritte, die es meiner Meinung nach ganz gut mit dem Glück treffen.

 

Was wirklich zählt!

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Das Super Jahr – das Wassermann Zeitalter: Es liegt jetzt in den ersten Wochen. Prompt grätscht ein Freitag der 13. in die friedliche Träumerei aus heiler Welt und purem Glück.

Gerade wurde detoxt, alle Gifte aus dem Körper gespült. Noch schnell die letzten Klamotten gespendet, um mal wieder Luft zu haben im Schrank – ach jaaaa, der WSV ist auch da. Aber, kann man sich vorbereiten auf das Glück? Kann man sich rüsten, wie für eine Reise in den Himalya: Gutes Training und ein Vermögen bei Globetrotter lassen und es kann losgehen?

Das mit dem Suchen nach Glück und dem Gefühl dahinter hört wohl nie auf – es wird nicht die Antwort geben die allen genügt, um sich jetzt mal anderen Sachen zu widmen.

Es ist immer dieses Gebrabbel vom Glück und dem Leben im Moment, was einen Yogi von einem urbanen Stadtmenschen unterscheidet. Manche behaupten gar, dass Leuten wie uns auch in den unmöglichsten Situationen Dinge zum Thema Glückseligkeit einfallen. Als ich dann gestern in einer Zeitung den Artikel einer Krankenschwester las, war ich so berührt, dass ich die Kernaussagen daraus diese Kolumne widme: Es ist die Sentimentalität und gleichzeitig die Einfachheit, die im Folgenden so klar aufzeigt, worauf es JETZT ankommt: Das Beste daran, es hat nichts mit Yoga zu tun, es ist erlebt, erfahren und Du wirst berührt sein, wie einfach es eigentlich sein könnte:

Nancy ist Krankenschwester in Amerika und betreut Menschen, die im Sterben liegen: Manche betreut sie täglich über drei Wochen, bis zu ihrem Tod. Sie hat über Jahre beobachtet, wie Menschen in der Situation wachsen, über sich hinaus und über alles, was ihnen vorher auferlegt wurde, wenn sie im Sterben liegen: „Ich habe gelernt, dass ich niemanden jemals in seiner Stärke um Wachstum unterschätzen werde. Jeder macht unerwartete Emotionen durch: Angst, Verzweiflung, Verdrängung, vielleicht Akzeptanz. Aber jeder hat seinen Frieden gefunden. Seinen Frieden bevor er gegangen ist. Ich habe während der Betreuung viele Gespräche gehabt und habe die Patienten gefragt, was sie bereuen in ihrem Leben. Über Jahre habe ich erfahren, dass Menschen in den Tagen vor ihrem eigenen Tod ähnliche Dinge bereuen. Es ist erstaunlich, dass es keinen Einfluss der Bildung, des Wohlstandes oder anderes gibt. Die fünf häufigsten Aussagen geben einen Ansatz über alles, was jetzt gerade wirklich wichtig ist:

1.“Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt mein Leben mehr zu leben, und nicht das Leben, was andere von mir erwartet haben.“

Dieser Gedanke war der am häufigsten erwähnte von allen. Menschen die erkennen, dass ihr Leben zu Ende geht, erkennen klar, welche Träume ungelebt blieben. Die meisten haben nicht einmal die Hälfte ihrer Träume erlebt, weil sie für andere zurück gesteckt haben.

Es ist unabdingbar seinen Träumen einen Weg zu ebnen, sie zu respektieren. In dem Moment, wo Du Deine Gesundheit verlierst, wird Dir die Freiheit von Gesundheit klar.

2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so hart gearbeitet.“

Dies sagten meist männliche Patienten, die gepflegt wurden. Sie bereuten es, ihre Kinder nicht haben aufwachsen zu sehen und die Nähe ihrer Beziehung und zu ihrem Partner nicht gelebt zu haben. Sie bereuten es, dem Hamsterrad der Arbeit nicht entkommen zu sein.

Wenn Du Deinen Lebensstil vereinfachst und bewusste Entscheidungen triffst, ist es möglich mit weniger Geld auszukommen, als Du in dem Moment denkst zu benötigen. Wenn Du beginnst mehr Raum in Deinen Lebenstil zu kreieren, dann wirst  Du automatisch glücklicher, weil Du wieder Spontanität zulässt und Möglichkeiten zu leben.

3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt meine Gefühle auszudrücken

Viele Menschen unterdrücken tagtäglich ihre Gefühle, um in Ruhe „nebeneinander her zu leben“. Das führt oftmals dazu, dass niemand wirklich sein eigenes Leben führt, sondern angepasst an den Anderen. Nicht authentisch und ehrlich zu sich zu sein, kann keinen Frieden mit sich und dann auch nicht mit anderen Menschen bringen. Viele Krankheiten entstehen aufgrund von Verbitterung und Gefühlen, die nicht ausgedrückt und gelebt werden.

Wir können die Reaktionen anderer nicht kontrollieren. Aber wir können die Beziehungen zu anderen auf ein ganz neues Niveau heben, wenn wir ehrlich kommunizieren. Manchmal bedeutet dies, dass wir uns von diesen Menschen lösen, weil die Beziehung ungesund war. Manchmal sind sie näher als je zuvor.

4. „Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.“

Oftmals werden alte Freunde und der Wert dahinter zu spät erkannt. Viele verrennen sich in ihrem Leben, ihren Familien und dem Wunsch nach Wohlstand so sehr, dass die Freunde „geparkt“ werden. Es gibt immer wieder Schuldgefühle darüber, dass Freundschaften verloren gingen.

Sehr häufig verliert man sich aus den Augen, wenn das Leben „beginnt.“ Die Familien, der Job, das Geld und Urlaub soll auch noch drin sein. Aber wenn Du weisst, jetzt ist es vorbei, willst Du nicht wirklich Deine Finanzen sortieren oder anderes: Jeder will seine Liebsten um sich haben!

Am Ende zählt nur das, was alles übersteht. Liebe und Beziehungen!

5. „Ich wünschte, ich wäre glücklicher gewesen!“

Überraschend ist, dass diese Aussage von fast allen Menschen geäussert wurde. Viele erkennen nicht, dass Glück eine Entscheidung ist. Sie sind gefangen in alten Mustern, Gewohnheiten oder Strukturen. Die Komfort Zone wird selten verlassen. Die Angst vor Veränderungen lässt viele erstarren und aushalten: Viele können sich ein lebenlang selbst belügen, sagen sich sie seien glücklich – bis zum Ende. Am Ende ist es Dir aber egal, was andere denken: Hättest Du mehr gelacht? Wärst Du öfter albern gewesen? Wärst Du nachts ins Schwimmbad gegangen?

Wir sollten mehr loslassen und lachen – bevor wir es bereuen.

Das Leben ist eine Entscheidung. Es ist Deine Entscheidung. Entscheide es bewusst, entscheide es weise und ehrlich.

Entscheide Dich glücklich zu sein!

*Aloha Friday*