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Matten Test

Das ewige Orakel von der perfekten Yogamatte…es bleibt so unergründlich, wie die Stimmung des Einzelnen, der sie gerade betritt. Die richtige Matte zu finden sollte also immer mal wieder in Phasen überprüft werden. Was brauche ich gerade? Wie übe ich? Was fehlt mir an der Matte in meinem Studio?

Hier mal ein paar Hinweise, wann Du etwas an der Matte ändern solltest, auf der Du übst:

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Immer bleibt alles anders – Hurra der Herbst ist da

Spätestens mit der Zeitumstellung bleibt auch der optimistischste unter uns lieber leise mit seinem Jubel auf den Frühling, in nicht mal mehr 200 Tagen… Mein Sohn liebt mittlerweile nichts mehr, als morgens durch den Blätter Haufen zu rennen und die Farben zu bestaunen. Manchmal scheint es mir, dass es Kinder irgendwie besser schaffen, den Wechsel der Jahreszeiten mitzugehen. Ich hingegen erwische mich häufig dabei, den Sommer herbeizusehnen, einen schönen Herbst Tag oder einfach irgendwie etwas, was nicht das ist, was gerade da ist. Der Geist ist ein Phänomen. Kinder haben das noch nicht:  KEIN EGO KEIN PROBLEM
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Richtiges Alignment Warum schief manchmal perfekt ist

Stabil und fest zugleich – Wer es geschafft hat diese Grenze des Gegensätzlichen zu überschreiten, der macht Yoga. In den Sutren ist das eigentlich auch schon alles, was man über Asanas findet. Mehr nicht! Mehr nicht? Ja, das reicht um selbst hundert oder tausend Jahre später immer noch an genau diesem seinem Ego jeden Tag aufs Neue, naja fast zu verzweifeln.

Worum geht es hier eigentlich?

Erleuchtung? Fast jede Stunde enthält dieses Wort. Auch wenn es nur ein ironisches „hier soll es nicht zur Erleuchtung, sondern nur um dich gehen“ Sätzchen ist, was eingebaut wird.

Erleuchtung und alle hören aufmerksam zu – Ja, das wäre was, oder?

Ich sitze oftmals auf der Matte und frage mich: Worum geht es hier eigentlich? Ich ertappe mich dabei, wie ich beginne zu urteilen: Das ist doch kein Yoga! Sollte diese Dame für die Erleuchtung den ganzen Yoga Chichi brauchen, wie hat Buddha das bitte dann geschafft? Wenn die so weiter lästert, dann wird das mit der Erleuchtung auch nichts! OHHHH ich lästere ja auch, im Kopf, auf meiner Matte und fühle mich grausam. Seit Jahren habe ich so viele unterschiedliche Menschen kennen lernen dürfen. Jeder von ihnen hat sein ganz eigenes Verständnis von Yoga und jeder bringt immer etwas mit. Vieles schön, manches irritierend und alles immer hilfreich auf dem Weg…wohin auch immer dich dein Yoga bringen soll.

Als ich dann etwas verloren in den Schriften las wurde mir bewusst, warum ich Yoga so liebe und es mich dann auch manchmal so nerven kann 😉

Du, ich, jeder bringt immer sein eigenes Verständis von Yoga auf die Matte. Jeder mit seiner Geschichte, jeder mit seinen Erfahrungen und seiner Fähigkeit die Komfortzone verlassen zu können oder eben auch nicht. Nichts bleibt und alles bewegt sich und auch die Yogis verändern sich über die Zeit. Warum ich Yoga dann manchmal nervig finde? Ist wie bei der eigenen Familie, die immer genau den Punkt findet, der andere aufregen kann oder die man nicht hören will und doch schon vor dem Kaffee morgens serviert bekommt.

Was Yoga ist? Das, was du willst, was es ist. Yoga ist das, was du zu diesem Zeitpunkt ertragen kannst. Nicht dein Kopf, dein Ego, sondern deine Seele.

Yoga ist alles – und es ist unsere Aufgabe die Gemeinschaft zusammenzuhalten. Denn Erleuchtung ist für den Arsch, wenn du in der Höhle alleine sitzt und nichts teilen kannst.

Es sei denn, du brauchst es für dein Ego – dann solltest du aber noch mal wieder von vorn anfangen.

Nach diesem Abend habe ich meine Definition von Yoga etwas gröber geschliffen. Die Sangha, die Gemeinschaft von uns allen und diesen Respekt zu haben vor jedem einzelnen, wie auch immer er übt, was er auch immer übt und zu jeder Zeit sanftmütig zu sein, das ist Yoga. Und ich sage euch eins: Vergesst die Krähe, der Handstand und alles andere! Die wahre Asana steht an der Kasse vor euch im Supermarkt, oder klaut dir gerade den Parktplatz vor der Nase weg oder lässt dich auf genau deine Art gerade spüren, dass wir alle auf dem Weg sind..und das ist wunderbar so.

The essence of every moment can change us forever, when we truly and honestly encounter what´s happening

Friday Goodie: Ich versuche ab jetzt in loser Reihenfolge euch für einige der tollen Projekt zu begeistern, auf die ich täglich stoße. Freitags bietet sich als ALOHA FRIDAY dafür ja prima an, daher hier und heute: rave and lily – Ein Schmucklabel, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Frauen in armen Ländern zu unterstützen. Sie geben den Frauen wieder ein Stück Lebensqualität, indem sie ihnen Arbeitsbedingungen bieten, die langfristig die Versorgung ihrer Familie sichern. Außerdem nutzt rave und lily keine Ressourcen des Landes, sondern zum Teil alte Waffen und Dinge, die in den Ländern aus Brügerkriegen etc. einfach übrig geblieben sind. GET INSPIRED!

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Ei oder Henne – war ich schon immer eher kaputt als ganz?

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Die Frage nach der Henne oder dem Ei: Was war wohl zuerst da? Man würde natürlich biologisch sagen, dass sich das Huhn mit der Zeit einfach evolutionär zum Huhn gemacht hat. Eier waren da quasi Nebenprodukt…Die Sache mit Yoga und Ei ist da etwas schwieriger:

Warum machst Du Yoga?

Letzte Woche ging ein Foto durchs Web. Eine Frau mit einem amputierten Bein übte Yoga und über ihr der Text: Yoga makes me whole!

Mir fehlt kein Bein, ich habe noch alle Tassen im Schrank und bin auch nicht in einer Midlife /- oder Rückenkrise…Warum zum Henker habe ich mit 20 Jahren mit Yoga angefangen?

Alles war so schön bis dahin..alles so chillig und smooth …vom Start weg war Yoga der Katalysator in meinem Leben, der es schaffte alles in Gang zu setzen, was mir bis dahin unerreichbar oder auch unerträglich erschien. Marathon, Studium, Jobs, Vorträge, Männer, Verantwortung: LEBEN… ja, ich schleppe Yoga durch mein Leben wie Linus sein Schnuffeltuch durch Charly Browns Vorgarten.

Yoga makes me whole! Haben meine Eltern vielleicht was falsch gemacht, dass ich mit 20 Jahren dachte, ich brauche da etwas mehr, als Sonne, Sylt und Liebe?

Nein: Yoga macht Dich ganz. Ganz und gar schafft Yoga etwas in jedem von uns und bei jedem in dem Tempo, das er verkraften kann. Das ist mit nichts zu vergleichen.

Rückblickend glaube ich, dass mein Bauchgefühl geahnt hat, was die Jahre zwischen 20 und 30 auf den kleinen Körper zukommt und er steuerte instinktiv auf Yoga zu. Danke noch mal!

Vertraue Dir und lerne zu akzeptieren, dass Yoga nicht jeden Tag Spaß machen muß – das Leben ist kein Ponyhof. Und Du kannst nicht jeden Tag mit Zuckerwatte in Prinzessinenschuhen aufwachen! Aber Yoga schafft es, dass Du immer mal wieder daran erinert wirst, dass Du zumindest die Prinzessinen Schuhe immer anziehen darfst. Yoga macht es Dir leichter, alles zu akzeptieren. Widerstandslos!

Yoga makes me whole!

Jetzt bin ich 32 und die 30 – 40 werden hoffentlich weniger aufreibend mehr aufregend.

Ich freue mich, dass mich das Schnuffeltuch, mein zu Hause, begleiten wird. Es ist immer da. Egal wie müde, erschöpft sauer oder schwach Du auch mal bist: JUST DO IT! Lerne Deinen Körper kennen und lerne mit ihm zu kommunizieren!

Yoga makes me whole!!

Nein, meine Eltern haben alles richtig gemacht. Nein, mir muß kein Bein fehlen und ich brauche auch keine Krise für meine Matte.

Yoga makes me whole! Das erkennen immer mehr und so soll es sein. Jeden Tag.

Dir fehlt nichts, Du brauchst nichts. Du bist wundervoll. Du bist reich. Genieß es!

*Live your Life*

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Do Good or Go Home * Goodies Friday*

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*Aloha Friday* ist der Tag auf Hawaii, wo es etwas gemütlicher zu geht.

Aloha ist nicht nur ein Grußwort, es ist mehr. Aloha ist ein Lebensgefühl. Aloha lässt sich sogar ableiten von dem Wort „Liebe“. Es beeinhaltet also mehr als ein Hallo: Es wünscht dem Gegrüßten Mitgefühl, Zuneigung und eben Liebe.

Aloha und Yoga haben viel gemeinsam. Mit Yoga schult man nicht nur das Bewusstsein und seinen Körper. Yoga sensibilisiert auch für andere. Je länger Du übst, desto feinfühliger wirst Du für andere und ihr Leid. Das ist machnmal anstrengend und ein Kampf, weil es soviel zu tun gäbe, aber im Grunde: Wenn alle Yoga machen würden und jeder etwas tun würde….

Also gebe ich heute mal meine Urbanyogini DO GOOD Tipps:

Such Dir einfach was aus und freue Dich über Deinen ALOHA FRIDAY…Denn Aloha ist auch in Hamburg, Ulm und Kreuzberg – solange es in Dir ist!

Ich mag die Idee der Schlemmertüte: Schlemmertüte bringt Dir Deine Lebensmittel einmal die Woche nach Hause. Zu regionalen und frischen Lebensmitteln kommen Rezepte für 5 Tage, die eine Familie glücklich machen und jeder Mütter (egal ob Job oder Hausfrau) ein Lächeln schenken.

Heute spendet Schlemmertüte bei Facebook für jeden neuen Freund 0,50 € an die Vereinigung der Tafeln, die sich in Deutschland um Menschen kümmern, die nicht täglich gutes Essen erhalten.

Doonited ist eine ganz junge Plattform. Daniel möchte mit Doonited zeigen, wieviel Gutes in uns schon steckt und was noch alles möglich ist. Doonited wurde gegründet, um Menschen dafür zu begeistern, dass Gutes zu tun, mehr ist, als nur Ego Pflege. Hey wir sind soziale Wesen – WE NEED EACH OTHER! Egal, ob Du einer alten Dame über die Strasse hilfst oder freiwillig Kinder im Krankenhaus betreust. Es tut gut gehört zu werden, es tut gut, zu lesen, was wir alles erreichen können. Doonited ist bei Facebook mit vielen Aktionen bemüht Euch zu zeigen, was wir alle so machen.

Jana betreut aus Berlin die Yogi Nomads, über die ich bereits schon mal geschrieben habe. Die Yoga Nomads treffen sich zum Midsomar (21.06) zur Sommersonnenwende in Göteburg. Die Organisation möchte vorallem das Bewustsein der Menschen positiv verändern. Es gibt weltweit freie Mitarbeiter, die sogar Teacher Trainings ausrichten.

Zu guter Letzt noch Milkshake: Hier bekommst Du täglich Anregungen, wie die Welt etwas besser werden kann. Es ist großartig zu sehen, was möglich ist, wenn alle anpacken. Der Fokus liegt bei Milkshake auf Kindern und wie wir ihre Zukunft sichern können. Get Milkshaked!

Aloha Friday!

*Do Good*

 

 

 

 

Ich lieb mich – ich liebe mich nicht

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Wieviel Liebe kannst Du geben? Für Dich? In jeder Sekunde Deines Lebens für Dich entscheiden? Nur aus Liebe zu Dir selbst, aus vollstem Herzen mit dem Wissen anzuecken? In dem Vertrauen, dass Fehler keine Rückschritte sind?

Mit 32 Jahren und einem abgschlossenem Studuim bin ich selbstständige Journalistin und Yogalehrerin. Warum ich nicht einen Vertrag habe? Ich liebe Freiheit. Ich bin ein norddeutsches Insel Kind. Die Freiheit zu entscheiden über mich und über meine Familie macht mich glücklicher und zufriedener als Geld es jeh bezahlen kann. Freiheit morgens ohne Angst einen Job zu machen, jemandem gefallen zu müßen macht zufrieden.

Ich liebe das, was ich tue von Herzen und ich teile das, was ich tue unendlich gern.

Ich gehe bis zum Ende und stehe tatsächlich als Frau von 32 Jahren, mit einem guten Lebenslauf noch vor Gesprächsthemen wie diesen: “ Wir würden sie auch nicht anstellen. In dem Alter werden sie schwupps schwanger und wir sind dann die Dummen. Darauf warten so Leute wie sie doch nur.“ Stimmt, aus dem tiefestem Mitgefühl, welches ich Dir gegenüber entgegen bringen kann verstehe ich deine Sichtweise: Mir wird klar, wenn ich Sicherheit vor Freiheit wähle, dann würde ich erst schwanger werden, wenn ich einen festen Vertrag hätte am liebsten mit sicherer Rente… HAHAHAHA und alle Freiberufler und Selbstständigen lachen dreckig wie Piraten: Wir wählen Freiheit vor Sicherheit. Wir leben Träume und nicht nur von 9-17 Uhr. Meine Mutter fragt manchmal, ob ich einen Plan B habe für den Fall, dass irgendwas schief gehen würde. Commitment zu seinen Träumen sieht keinen Plan B vor. Im Yoga sagen wir Vinyasa Krama dazu. Fucking Fokus – auch wenn das Ziel jetzt mit meinem Wissenstand und in meinem Lebensraum nicht klar definiert werden kann. Kein Plan B – wer einen Porsche will, nimmt auch keinen Fiat Punto, nur weil der vielleicht etwas neuer wäre oder weniger verbraucht.

Die Kehrseite der Freieheit ganz ehrlich und offen: Wir Yogalehrer haben Sorgen, davon kann sich keiner eine Vorstellungen machen…Wir wollen um alles in der Welt positiv denken, emotional ausgeglichen sein und versuchen Herausforderungen IMMER als Weg zu sehen die Träume zu erreichen.

Wir haben unsere Up´s und Down´s und wollen allen da draußen zeigen, wie gut Yoga in der urbanen Welt da draußen hilft klar zu bleiben und scheitern dann manchmal an Steuerzahlungen oder an falschen Freunden. Hätte man das spüren können? Hätte ich da etwas umsichtiger sein können?

Ein spirituelles Leben in Hamburg zu führen mit einem normalen sozialem Leben ist manchmal nicht ganz leicht. Ich kann aber leider auch keinen anderen Weg mehr gehen, weil es der Einzige ist, der für mich Sinn macht. Optimistisch mit dem Vertrauen in das Leben und dem Wunsch, dass für alles gesorgt ist…wenn Du da einmal drauf bist, kommst Du auch nicht so schnell wieder davon runter. Also hier zu sein, ohne sich davon zu sehr beeinflussen zu lassen – ohne zu sehr hineingezogen zu werden. Stark in meinem Herz zu sein, nicht in meinem Kopf. Mein Herz, mein Bauch entscheidet: Welcher Chef lässt mich wohl drei Tage zu Hause, weil ich gerade durch eine spirituelle Krise gehe und zweifle, oder meine „Connection“ wiederfinden muß :)?

Und dann die Leute, die sagen: „Ja, aber damals, als das passiert ist, das kannst du doch nicht gewollt haben? Wer will schon krank werden? Wer will Schmerzen haben? Zweifelst du da nicht an dem Konzept?“ Es gibt Phasen da ist alles Scheiße, das Wasser steht einem bis zum Hals und es ist verdammt dunkel und es gibt auch in der tiefsten Stille keine Stimme in Dir, die irgendwie Mut macht. Und dann? Stark zu sein ist genau das jetzt, in diesen Momenten: Ich durfte erleben, dass ich aus welchen Gründen auch immer genau dann eben NICHT durchgedreht bin: Klar habe ich geflucht, geweint und keine Antwort gehabt: Aber ich habe immer gesagt, ich habe JETZT keine Antwort und ich weiß einfach, dass ich es irgendwann verstehe…und akzeptieren kann.

Die Augenblicke, die mich zweifeln lassen sind oft die Momente, für die ich besonders dankbar bin: Ich habe immer wieder gespürt, dass ich eben immer eine Wahl habe. Ich bin FREI!

Das Ego kann das manchmal so wenig leiden, wie einen Parasiten: Es fängt an mich zu nerven: Angst, Sorgen, Zukunft…? Aber wir alle glauben ja an den anderen Weg. Das Universum gibt das, was Du verdient hast und was Du ausstrahlst/ sendest: Habe ich nur Sorgen und Ängste im Kopf kann ich schnell sehen, was ich bekomme. Die Rechnung geht einfach zu schnell auf. Also kämpfe ich auch öfter mit den Sorgen, weil ich diese „Schwingungen“ gar nicht in mir spüren will und würde dafür mal am liebsten nen Tag frei machen. „Ich müßte mal ans Meer fahren, ich brauche etwas positive Energie, da mich gerade Dinge beschäftigen, die mich emotional runter ziehen und ich will das nicht auf meinen Körper überschwappen lassen.“ Da wäre doch jeder Chef sofort dabei oder? :)

Lerne Dich zu lieben und für Dich einzustehen. Übe Dich darin, zu lieben und zwar alles was da ist – gerade wenn es mal nicht das ist, was du willst und dann stehe für Dich ein. Dreh es um!

Life is a game – play it with an open heart full of love*

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Nicht suchen… machen *Dein OsterYOGAkorb*

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Fastenzeit hin oder her – Ostern wäre jetzt da und zwar ziemlich genau in wenigen Tagen. Familien rüstet Euch, gerade mal 120 Tage und ein paar Monde nach Weihnachten kommt die erste große Familienfeier 2012. Die Feiertage sollten aber vorallem der inneren Einkehr und Ruhe dienen, so dass man zwischen der Hektik des Alltags und der Work Life Balance, mal einige Tage hat, die man ganz anders gestaltet, als gewohnt: Das könnte im besten Fall dazu führen, dass der Kopf und der Körper sich entspannen und somit gestärkt aus den Feiertagen kommen.

Damit Du Deine Feiertage so gut wie möglich nutzen kannst, habe ich ein paar Asanas und Pranayamas zusammengestellt. Wenn Du über die Feiertage zur Familie fährst nutze den frühen Morgen für ein paar Übungen, wenn es still ist.

Mache aus den Feiertagen mit dem langen Wochenende Dein persönliches Retreat. Du hast von Freitag bis Montag Zeit und somit die Chance Deinem Körper vier Tage etwas Gutes zu tun.

Da es letzte Woche um die Liebe und Selbstliebe ging, wäre dies ein idealer Auftakt.

Ablauf Yoga Ostern:

Morgens:

Bevor Du aufstehst strecke Dich wirklich ausgiebig und bleibe mit offenen Augen einige Augenblicke liegen. Es gibt Untersuchungen die belegen, dass man positiver in den Tag startet, wenn man morgens in Ruhe und mit etwas Zeit nur für sich startet.

Gerade jetzt im Frühling braucht der Körper Deine Unterstützung um mit dem Wetter klar zu kommen. Wechselduschen, Luffahandschuh und Massagen – alles was den Kreislauf etwas pusht und auch der Haut hilft den Winter abzuschütteln.

Ein Tipp aus dem Ayurveda: Gutes Sesamöl ist die Basis aller Massageöle in Indien. Das feste Öl hat die Eigenschaft wirklich tief ins Gewebe zu dringen und dort Schadstoffe zu binden und zu eleminieren. Massiere morgens Deine Füße jeweils fünf Minuten mit gutem Sesamöl und spüle sie mit lauwarmen Wasser wieder ab.

Bevor Du übst:

Trinke gekochtes lauwarmes Wasser, gern mit Ingwer. Du kannst es auch schon abends vorbereiten, wenn Du niemanden zu Hause stören möchtest.

Deine Zeit:

Setze Dich dann mit einer Kerze (Teelicht) vor Dir hin, wo Du für ca. 15 Minuten Deine Ruhe hast. Sei sicher, dass Dir warm genug ist.

Trataka (Meditation auf das dritte Auge) ist eine Reinigungs/ Meditationsübung. Schließe erst für einige Augenblicke die Auge und beobachte Deinen Atem. Dann öffne sanft die Augen und schauen in die Flamme der Kerze. Versuche die Augen die ganze Zeit geöffnet zu halten, nicht zu blinzeln. Die Augen werden beginnen zu brennen und zu tränen. Dann kannst Du sie immer mal wieder schließen und sanft erneut öffnen. Versuche die Abstände etwas hinauszuzögern.

Nach etwa 5-10 Minuten schließt Du die Augen und visualisierst nur noch die Flamme. Wenn Tränen fließen, lass sie laufen. Trataka reinigt Deinen Blick und hilft Dir, klarer zu sehen.

Danach legst Du Dich kurz flach auf den Rücken. Atme tief in den Bauch ein und aus. Beginne dann mit einer Bauchübung Deiner Wahl, egal welche. Versuche für einige Minuten Deinen Bauch anzuheizen und damit Deine Körpermitte. Hier sitzt viel Energie und die Konzentration auf den Bauch schult auch Dein Bauchgefühl, Deine Intuition.

Mit tiefer Atmung und einem „warmen Bauch“ beginnst Du sanft Deine Sonnengrüße. Beginne achtsam und ruhig den Körper zu bewegen, da er sich vielleicht durch wenig Schlaf oder ungewohnte Umgebung anders anfühlen kann als zu Hause.

Mit der Wärme im Körper wird auch die Atmung wieder tiefer und Du kannst vielleicht ein paar Hüftöffner dazunehmen. Hüftöffner lösen das Gewebe um den Kern Deines Körpers, sehr oft lösen sich auch hier wieder Emotionen – egal was hochkommt, lass es gut sein und beobachte es nur. Die Taube ist ein klassischer Hüftöffner, den man auch gut zu Hause üben kann. Dazu kommst Du in den Hund und schwingst ein Bein leicht angewinkelt nach vorn. Das hintere Bein ist gut nach unten zum Boden ausgerichtet. Versuche Dich jetzt zuerst ganz lang zu strecken, so dass Du bereits ein Dehnung spürst. Wenn Du magst lehne Dich dann sanft nach vorn, vielleicht mit der Stirn zum Boden. Versuche hier für mindestens 10 Atemzüge zu bleiben und ruhig zu atmen.

Schließe Deine Praxis mit einer Umkehrhaltung (bitte nicht Üben, wenn Du Deine Tage hast, stark erkältet bist oder Bluthochdruck hast): Schulterstand, Pflug oder Kopfstand wenn Du geübt darin bist.

Dein Körper kann hier noch mal einiges abgeben und das Lymphsystem wird in seiner Arbeit unterstützt.

Für Savasana legst Du Dich gut zugedeckt auf den Boden und versuchst wieder 5-10 Minuten zu ruhen. Beobachte Deinen Körper dabei ohne in den Gedanken abzuschweifen. Mein Tipp: Höre ein ruhiges Lied, für die Dauer von Savasana, dann brauchst Du Dich nicht um die Zeit sorgen.

Nach Savasana sind hoffentlich noch nicht alle im Haus wach, so dass Du noch einmal vor die Tür gehen kannst und am besten im Garten oder aber am offenen Fenster einige Minuten frische Luft atmen kannst.

Dann kann der Tag kommen. Vielleicht hast Du Lust, Dir auch über die Nahrung etwas Gutes zu tun. Das klappt auch an den Feiertagen :)

Versuche soviel Du kannst zu trinken. Meide so gut es geht Alkohol und Zucker. Am einfachsten ist immer wieder der Tipp: Verstehst Du alle Zutaten auf der Inhaltsliste? Wenn nicht lass es. Wenn es ein Labor braucht, um Dein Essen zu machen, braucht Dein Körper ein Labor um es zu verdauen.

Einfache und gute Lebensmittel – dann kann es auch der frische Kuchen sein, wenn die Zutaten frisch sind.

Abends kannst Du vor dem Schlafengehen noch Deiner Haut viel Gutes tun und Masken und Seren auftragen, damit Du sie unterstüzt in ihrer Arbeit.

Ein wenig Zeit für Dich am Morgen. Viel Zeit an der frischen Luft und mit der Familie. Viel Schlaf und gutes Essen.

In vier Tagen ist Dein Körper frisch und erholt und jeder wird Dich im Büro um Deinen Retreat Glow beneiden :)

*Happy Yogi EASTER*

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Now it´s personal – Happiness is a choice

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„Geht es mir so richtig scheiße, dann stell ich mich nachts in die Karaoke Bar auf dem Kiez und schmetter mir den ganzen Dreck vom Herz!“ Ich liebe diese Ehrlichkeit der Hamburger. Mein liebster Koreaner auf dem Schulterblatt, überzeugte mich bisher durch seinen grandiosen Musik Geschmack und bestes Essen in der Schanze. Aber, was Thomas wirklich zu einem der ehrlichsten Menschen macht, ist diese Aussage. Manchmal hilft eben nix, da muß es eben die Karaoke Nummer sein. Als ich dann vom Lunch zurück ins Büro ging, grinste mich die Kollegin an und berichtet von einem Konzert am Abend davor, wo die Band zur URSCHREI Therapie aufgerufen hatte. „Anfangs dachten wir alle, die haben nicht alle Latten am Zaun – Arme hoch und Schreien ohne Grund. Aber nach 10 Minuten sah ich in hoffnungslos Serotonin überschüttete Gesichter und schrie einfach gnadenlos mit – Ich fühl mich großartig heute.“

Ich verbrachte dann den Nachmittag damit über Glück mit all seinen Facetten nachzudenken. Glück und Zufriedenheit sollte man doch eigentlich jeden Tag spüren. Doch leider wissen immer weniger wirklich, was ihnen gut tut und was sie zufrieden macht. Das Angebot ist zu groß. Hier ein wenig Glück in Tüten, da das Glück im Buch und hier auf deiner Matte gibt es ja eh das große Yoga Glück. Aber rennen jetzt, wo wir seit Jahren alle Möglichkeiten haben, alle mit einem Grinsen durch die Gegend? Nein. Daher plädiere ich hier jetzt offiziell: Macht, was euch gefällt!  Die Glücksmaschinerie scheint durch Bücher, Kurse und ja, ich gebe es zu, auch durch allerlei Yoga, in Zeiten schlechter Wirtschaft, super zu funktionieren. Allerdings macht nichts so zufrieden, wie das Wissen, dass man gerade genau das Richtige tut.

Thomas geht nachts in die Bar und lässt mit lautem Gesang sicher den ein oder anderen „Spacken“ im Restaurant wieder in etwas weitere Ferne treten. Miriam hat das Schreien für sich entdeckt. Gerade, weil es keinen Grund gab, fühlte es sich so super an. Susanne liegt nach anstrengenden Wochen der Arbeit, gegen jede Wellness-Regel, drei Tage auf der Couch und guckt sechs Staffeln ihrer Lieblingsserie. Meine Tante geht stundenlang am Strand Muscheln sammeln. Ich buche statt Sonnen Urlaub, ein sechs Tage Yoga Intensiv Training und steh im Urlaub um 5 Uhr früh auf. Versuche es. Singe nachts in einer Bar. Hüpfe mal wieder durch ne Pfütze. Jaaaa, mach Yoga.

Jeder ahnt, was ihm gut tut und jeder weiß auch genau, dass es keine Mühe kostet, zuzuhören, was der Körper einem da gerade sagt. Mal etwas Couch, mal im Regen tanzen und klitschenass nach Hause kommen. Mal nächtelang mit Freunden bei Wein und Musik reden. Mal nur mit dem Seelenpartner stundenlang schweigen.

Oftmals mangelt es vielen von uns an dem Gefühl von Selbstbewusstsein, welches einen wirklich zufrieden machen kann. Glück ist keine Regel, die man jedes Mal anwenden kann.

Aber Glück kann klappen, es ist anstrengend und man muß in Kauf nehmen, dass einem manchmal die Staffel Sex and the City oder sogar Californication, völlig unyogisch, besser entspannt, als kollektives Atmen auf seiner Yoga Matte. Glück ist eben jeden Tag anders, weil auch jeden Tag etwas anderes passiert und wir manchmal eben Schokolade brauchen und manchmal eben Sport. Glück, oder das Gefühl abends zu wissen, man hat das Richtige für sich getan, ist wichtig. Auch wenn man mal einen ganzen Sonntag im Schlumpflook kein Tageslicht gesehen hat, hat man ein Recht darauf am Montag davon mit Stolz zu berichten.

Eine liebe Freundin von mir macht es jeden Tag schon vor dem Aufstehen zu ihrer Grundregel sich gut zu fühlen: „Wenn ich morgens aufwache, freue ich mich, dass alle Zehen und Finger da sind und ich wieder aufgewacht bin – ich finde, mehr braucht es nicht, dass es ein guter Tag wird.“ Und das Beste ist ja, dass wir immer noch selbst entscheiden dürfen, ob es ein guter Tag sein darf für uns oder nicht…

You are already complete! It´s your life spice it up with happiness!

Urban Yoga – Es ist nie zu spät, um glücklich zu sein

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„So many great teachers I’ve met in India and Asia, if you were to bring them to America, get them a house, two cars, a spouse, three kids, a job, insurance, and taxes…they would all have a hard time.“ It’s not that life is supposed to be all pleasure and no pain. It’s difficult, and with understanding, it’s very easy.“ Das sagt Jack Kornfield und er hat sie alle gesehen. Die Hippies, die Höhlen Yogis und Mönche und die Urban Yogis. Es ist so wahr, wie es anstrengend ist – in Höhlen lebt sich das Yoga herrlich entspannt und man sitzt nur da, mit seinem unaufhörlich plapperndem Geist. Kommt man aber in die Stadt, führt eine Beziehung und sieht sich Problemen wie Geld und Gesundheit ausgesetzt, dann wird die Sache durchaus kompliziert. Alles, was man da so theoretisch gelernt hat ist, in der Welt da draußen alles andere als easy umzusetzen. Es wird also erst wieder leicht, wenn man die Herausforderung annimmt und nicht vor ihr wegläuft.

Meine Herausforderung sind gerade einige Pappkartons vom Büromarkt Hansen, die ihre fünf Euro nicht wert waren, gepaart mit dem Berg an Bürokram der letzen drei Jahre – unerledigt…

Die Inhalte der Kartons haben sich harmonisch ins Gesamtbild des Treppenhauses einer Altbauwohnung eingefügt und ich bin Meilen weit vom entspannt sein weg.

Mein Besteck vereint sich harmonisch in ein Stillleben mit der grauen Strickjacke und den Fotoalben, die ich zum 30. Geburtstag von meiner Mutter bekommen habe. Ein bunter Haufen der „wichtigsten Dinge“, die ich gerettet habe aus dem Aufräumwahn der letzten turbulenten drei Jahre. Die Jahre zwischen 28 und 31…nun also ist alles schön komprimiert und kein Zuviel trübt hier meinen Blick auf das Wesentliche. Die Klarheit, die einen beschleicht, wenn man sein Leben mal schön verpackt in vier Kartons vor sich sieht ist beeindruckend – es ist wie das Bild im Buddhismus, welches besagt, dass man immer nur mit dem nackten Po auf der Erde landen kann – es tut sich kein Loch auf, wo man hineinrutscht. Vier Kartons und gut – der Po liegt blank auf dem Boden und ich kann immer noch den Kopf heben und die Sterne sehen, wenn ich wollte.

Will ich das aber gerade? Ich hebele mir ein merkwürdiges, aber verdammt spitztes Küchengerät unter meinen Zeigefinger und beobachte die Bluttropfen auf meiner Strickjacke und fluche wie ein Rohrspatz. Scheiss auf alle Texte die mir sagen, dass die Herausforderung einen stärker macht – es hat sich genug herausgefordert mit uns zweien. Und überhaupt, habe ich in den letzten Monaten in diesem Jahr mehr als einen SUPERYOGI gesprochen, der mit seiner Weisheit bei sich selbst am Ende war – Erschreckend, dabei sollten wir doch eigentlich inspirieren und motivieren…Aber dieses Jahr war bisher bei vielen mit großen Herausforderungen belegt. Gut, es war angekündigt und man hätte im Januar ahnen können, dass die Auseinandersetzung mit einem Selbst und der Vergangenheit harter Tobak ist – Aber sind wir da nicht längst drüber? Scheinbar nicht. Zehn Jahre Yoga und gerade bin ich mit meinem Vokabular und auch der inneren Spannung eher Harlem als Hare Krishna.

Was bitte ist denn da schief gelaufen? Wo ist er denn, mein unerschütterlicher Optimismus und mein fester Glaube, dass alles für irgendwas gut ist im Leben? Verschüttet unter dem Papierchaos? Wahrscheinlich, und mehr kann ich auch nicht dazu sagen – ein definitives vielleicht und selbst sicheres Schulter zucken.

Wenn man verstanden hat, dass man selbst entscheiden kann, ob es schwer ist oder eine Herausforderung durch die man geht, wird es wieder leichter. Selbstverantwortung statt Selbstmitleid! Ich weiß es doch eigentlich besser – Ich habe mir den Weg hier ausgesucht und bin den Weg ja auch ziemlich offensichtlich gegangen bis eben zu diesen Kartons hier vor mir. Ein Leben ohne Möbel, ohne Fernsehen und Wohnung und das alles mit dem Gefühl mal „was loszulassen“. Warum sind wir dann nur so gestrickt, dass wir es in dem schlimmsten Moment doch eigentlich gar nicht so gemeint haben und gern alles zurück drehen wollten?

Die Idee war ja nicht blöd. Kein Mann, kein Job eine Krankheit, die mal kurz aber unfassbar heftig die Säulen Vertrauen und Zukunft gerüttelt hat und dann: Sachen packen und weg!  Der Moment ist wichtig, dachte ich – Morgen weiß ich eh nicht was passiert und das, was war hat mir ja bisher auch nicht viel gebracht – also kann es ja mal nur mit JETZT gehen…oder?

Aber muß es mir dann so um die Ohren gepfeffert werden, dass ich jetzt hier mit kaputten Kartons und blutendem Finger allein da sitze? „Ich bin eine Fee und ich zaubere dir Tee und magst du keinen Tee, dann zauber ich dich scheeee..“ Neben mir steht wie aus dem nichts ein unfassbar dreckiges rothaariges Mädchen. Im Haar trägt sie lila farbene Haarreifen und dazu rote Lackschuhe. Bewaffnet ist Lilly Schmutzfee mit einem Glitzerstab, der furchtlos vor meiner Nase tanzt. Sie stimmt erneut ein und untermalt ihren Zauberspruch mit einem Tanz, der sehr nach Waldorf Namenstanz aussieht: „Ich bin eine Fee…“ Und dann fängt sie wieder an zu lachen. „Baust du dir eine Höhle hier? Darf ich mit bauen?“ Und in dem Moment ruft die Mutter und Lilly Schmutzfee verschwindet hüpfend und tanzend hinter der Wohnungstür….

Eine Höhle? Sie zaubert mich schön? Eine Höhle, zu mehr reicht es wohl auch gerade nicht – aber ne schicke Höhle bekomme ich hin. Wow, wenn man es so sieht, dann wird das ja vielleicht noch was mit mir und dem Optimismus. Wenn im schlimmsten Moment doch immer eine Fee auftaucht…gut der Dreck sei ihr verziehen, ich sah ja auch eher wie Aschenputtel aus.

Glücklich sein ist möglich, mit Dreck im Gesicht und all seinen Kartons vor den Füßen – es ist also tatsächlich eine innere Haltung. Statt am Rad des Selbstmitleides zu drehen und hier den Turbo einzuschalten, lieber mal den Schalter umlegen und die Augen öffnen. Irgendwo in einem drin ist die Fee und sei sie auch noch so staubig und schmutzig…