*Wie es sich gehört*

Warum alles so kommt, wann es soll.
Anfang, Mitte, Ende – es ist einfach – so läuft es nun mal. Der Anfang ist schimmernd, hell und immer schwebt etwas von Leichtigkeit und Eroberung in der Luft. Die Mitte ist etwas grau, sie kann nichts dafür aber tut auch nichts dagegen, dass man eigentlich schon lachend in die Kreissäge rennt. Die Mitte ist etwas träge und passiv.

Das Ende ist dann wieder scharf und klar, aber leider eben schwarz und hart. Das Ende ist aber immer ehrlich und öffnet Augen.

 

Stairways to Happiness

*Stairway to Happiness*

Es gibt nichts Leichteres als glücklich zu sein, man muß es nur sein nicht suchen…

Der deutsche Buchmarkt begibt sich ja gerade zu Beginn der dunkleren Jahrenzeit wieder in einen GLÜCKSBUCH KAUFRAUSCH und es ist unfassbar wieviel Geld hier in Papier fliesst, auf dem steht, dass man nur dies oder dies zu tun hätte um dem großen Glück etwas näher zu kommen. Das große Glück, das echte Glück, das wahre Glück? Gäbe es da wirklich Unterschiede, dann würde man es auch anders nennen. Es gibt immer nur Dein Glück und daher ist der Buchmarkt auch so voll, denn bei 80 Millionen Deutschen allein, wäre es möglich mindestens genau so viele Bücher auf den Markt zu schmeissen. Daher gebe ich Dir hier heute einmal die fünf Schritte, die es meiner Meinung nach ganz gut mit dem Glück treffen.

 

Was ich Dir noch wünschen wollte

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Du kommst in eine Welt, die wir selbst oft nicht verstehen. Eine Welt so schnell und rastlos, dass unser eigener Körper einfach auf Totalausfall stellt, wenn es ihm zuviel wird, anstatt sich anzupassen.

Du kommst in eine Welt, die Frieden und Liebe will und in der es doch nie mehr Krieg gab. Eine Welt, die sich selber 100 mal selbst zerstören könnte, würden alle Waffen gezündet.

Du kommst in eine Welt, in der sich Menschen gegenseitig Verachtung schenken, statt Aufmerksamkeit. Eine Welt ohne Achtung des anderen.

Für Kinder ist nie der perfekte Zeitpunkt – es ist nie der richtige Moment und man kann sich nie darauf perfekt vorbereiten. Kinder sind das perfekte Yoga. Zu keinem Zeitpunkt werde ich ab jetzt mehr gefordert sein mit allen Umständen im jetztigen Moment glücklich und zufrieden zu sein.

Eckart Tolle sagt dazu: „Akteptiere nicht einfach nur diesen Moment sondern handle so, als ob du ihn dir genauso gewünscht hast.“

Die letzten Monate waren herausfordernd, wahnsinnig intensiv und stellten uns als Eltern auf Proben, die keine Level 3 Stunde und kein Training vorbereiten kann…und doch:

Die Zeit könnte nie besser sein, dich jetzt hier bald bei uns zu wissen, denn du bist für mich und auch für viele andere schon jetzt das Zeichen, dass mehr möglich ist, als alles was man sich wünschen kann.

Ich wünsche dir den Mut, dein Leben so zu leben, dass du unter allen Umständen glücklich bist.

Ich wünsche dir das Vertrauen in dich, welches es dir ermöglicht, deinen Weg zu gehen.

Ich wünsche dir die Kraft, nie aufzugeben.

Ich wünsche dir ein Herz, was dich immer positiv denken lässt.

Wir werden dafür sorgen, dass es dir nie an irgend etwas fehlen wird, was dich starkt genug werden läßt an dich zu glauben, für dich einzustehen und andere zu begeistern.

Wir werden dich begleiten und dir zur Seite stehen und mit all unserer Kraft für dich kämpfen.

Mein kleiner GROSSER, du hast es schon so weit geschafft. Plötzlich ist es mir egal, ob ich diese oder jene Tasche habe oder wir noch in den Urlaub fliegen können. Es zählt plötzlich, ob dein Herz stark genug ist, deine Organe arbeiten und du alle Finger oder Zehen hast und plötzlich ganz unverhofft steigt dieses Gefühl von LEBEN in uns auf und wir wissen: Das ist es! Es zählt nicht, was du hast – DU BIST und das reicht!

Ich wünsche dir, dass du für diese letzten vier Monate noch genügend Kraft sammelst und es dir dann hier draußen so gut gehen wird, wie es dir scheinbar jetzt gerade schon geht.

Verliere nie dein Lächeln, das nimmt dir niemand!

Aufgrund dieser schönen Neuigkeiten, werde ich wohl oder übel das ein oder andere Mal über Schwangerschaften und Großstadtprobleme schreiben und hoffe es gefällt Dir!

Let Love Take over

 

*Glücksrezept*

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Hochzeitsmonat Mai.

Monat der Familienfeiern und der Monat mit vielen langen Wochenenden, an denen man mit Freunden gemütlich Zeit vertrödeln kann. Und immer wieder treffe ich in den letzten Tagen auf die Nörgler, die Quengler, die Armen, denen alles irgendwie immer nicht so gefällt, wie sie es gern hätten. Es ist zu warm, zu kalt, zu viel, zu wenig…

Als ich darüber so nachdenke, fällt mir ein Artikel in die Hände:

Was machen glückliche Menschen anders? Trauer, Trauma und Verletzung erfährt jeder in seinem Leben – warum gehen Menschen so unterschiedlich damit um

              Glückliche Menschen sind offen

Wer einmal verletzt wurde, versucht alles diese Verletzung nicht mehr zu fühlen. Nie mehr diese         Sorte  Mann! Nie mehr diese Stadt! Man knüpft Leid und Erfahrung an Ereignisse und meidet diese. Glückliche Menschen bleiben für neue Situationen offen und versuchen allem eine Chance zu geben

 

Glückliche Menschen sind unverwüstlich 

Bei jedem klopft mal die Scheisse an die Tür und es liegt an Dir, ob Du sie dann mit offenen Armen empfängst oder schnell nach ihrem Besuch wieder sauber machst und auf die Blumen wartest. Glückliche Menschen stehen nach Niederlagen schnell wieder auf und versuchen, das Beste daraus zu machen.

              Glückliche Menschen entscheiden sich glücklich zu sein

Glück ist eine Entscheidung! Es ist eine Frage der Haltung, ob Du leiden willst oder glücklich sein willst. Ganz egal was es auch ist – Deine Haltung entscheidet!

            Glückliche Menschenwissen, dass Traurigkeit begrenzt ist

Yoga lehrt uns die Balance im Leben zu akzeptieren! Manchmal gehört zur Balance auch verdammt auf die Schnauze zu fliegen und manchmal gehört es dazu, dass etwas passiert was einem in dem Moment nicht klar erscheint:Yoga lehrt uns, Beobachter unserer selbst zu werden – das dauert und erfordert Geduld – Der Preis: Du darfst weinen, weil Du darauf vertrauen kannst, dass es vorbei geht!                 

     Glückliche Menschen sind es einfach

Meine Tante sagte immer: Du bist eine Prinzessin – Fake it untill you make it – nach 12 Jahren Yoga bin ich Welten von einer Prinzessin weg, aber ich mag das Gefühl, dass ich in ihren Augen immer die Prinzessin bin, die Glück und Liebe verdient hat. Deine Anschauung auf die Dinge ändert viel in den Menschen gegenüber. Und wer bist Du aufgrund Deiner schlechten Laune, Deinen Steuern oder dem Stress mit Deinem Mann, den Geburtstag Deiner Freundin zu vergessen oder das erfolgreiche Meeting Deiner Kollegin nicht zu würdigen? Umgekehrt wollte es niemand. Fake it untill you make it – Prinzessin heißt auch Haltung zu bewahren…

Happiness ist ein Vollzeitjob!

*smile*breathe*love*

Weniger = Mehr Glück ?

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Happy Earth Day! Heute ist der Tag der Erde. Wir feiern einen Muttertag seit Jahrzehnten, einen Tag der Arbeit auch, und warum ist es so schwer dafür zu sorgen, dass alle mal einen Tag lang dankbar dafür zu sind, was hier alles um uns herum ist. Also heute ist genau einen Tag nach dem Neumond der EARTH DAY. Es gibt weltweit viele Veranstaltungen die dazu aufrufen etwas achtsamer zu sein. Aber es ist ziemlich egal, ob Du in der Masse demonstrierst, Dich zum Meditieren mit Deiner Yoga Sangha triffst oder bei Dir zu Hause einfach mal genießt, was da ist. Dazu eignete sich nämlich der gestrige Neumond ganz gut. Nicht immer nach etwas Neuem suchen, besser, schneller, höher…sondern mal kurz die „Klappe halten“ und sich einfach freuen, was da ist. Das mit dem Earth Day sollte also heute gut klappen. Dazu habe ich passender weise lange über ein Video gegrübelt. Ein Wissenschaftler behauptet darin, dass wir heutzutage zu viele Sachen besitzen die uns davon abhalten glücklich zu sein. Wir wären ursprünglich nur in der Lage uns um 100 materielle Dinge, also Dinge außerhalb unseres Körpers, zu kümmern.

Kann die Formel aufgehen für ein Lebenskonzept wie das unsere? Wir brauchen doch den schnelleren Wagen, wenn der alte die 100.000 Km runter hat. Wir wollen doch die neuen Schuhe, ohne dafür alte wegzuschmeißen, denn man weiß ja nie, wann man die noch mal brauchen könnte. Denken wir bei „weniger gleich mehr Glück“ nicht eher an Gewichtsverlust, anstatt ohne Auto oder Fernseher unseren Alltag zu gestalten?

Allerdings: Kennst Du diese kleine, aber unfassbar schwere Box? Du hast sie von Wohnung zu Wohnung zu Wohnung geschleppt. Du bist eingezogen, umgezogen und ausgezogen und hast unter Garantie immer mal wieder was mitgenommen, was schon in der ersten und zweiten Wohnung nicht zum Einsatz kam. Eine Freundin von mir ist absoluter Sportmuffel, aber sie hat Hanteln und einen Bauchtrainer, falls sie doch mal Sport machen möchte. Ihr Vater hat sich mit über 60 Jahren nun beim letzten Umzug an diesem Ungetüm den Rücken verhoben und den ´ABs pro 4000´ weggeschmissen. Nun ist auch das Wohnzimmer wieder viel wohnlicher.

Diese kleine Box haben wir alle und bei einigen wird es immer schlimmer. Es gibt Boxen, die Jahrzehnte nicht geöffnet wurden, „aber ganz wichtig sind.“ Der Witz an der Sache: Wir brauchen immer mehr Platz und ziehen deswegen in größere Wohnungen. Wir mieten also Raum für Kisten und arbeiten dafür. Auch 300 paar Schuhe sind nicht wirklich nötig, auch wenn viele das nun glauben würden. Genauso belastet es aber auch den Kopf, der ja nur ein begrenztes Speichervolumen für Dinge hat.

Die Studie besagt, dass jeder Mensch in der Lage ist sich auf 100 materielle Dinge in seinem Alltag konzentrieren kann. 100 Teile und dann fragst Du Dich warum Du Deinen Autoschlüssel immer wieder suchst? Wir sind den ganzen Tag damit beschäftigt Dinge im Blick zu behalten. Wo ist das Handy, wo die Schlüssel, wo hab ich noch mal geparkt? All das belegt Platz im Kopf und stresst.

Plus und das passt zum Earth Day: Wohin mit all dem Kram, wenn alle Menschen soviel anhäufen wofür sie mehr Platz brauchen? Auf begrenztem Raum, den uns die Erde nun mal vorgibt, kann unbegrenztes Wachstum ja nicht funktionieren.

Im Zuge weniger ist mehr werde ich es diesmal kurz halten.

Genieß den Tag heute draußen und sei für ein paar Augenblicke dankbar, was Du hast. Vergiss den Kopf, der Dir sagt, dass Dein Auto größer sein muss. Vielleicht schaffen wir es ja, dass „downsizen“ cool wird. Je weniger man besitzt, desto cooler.

 

*Happy Holy Earth Day*

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Change it – love it, or leave it – nichts unter 100%

Der Satz ist einfach: Liebe es oder lasse es bleiben! Ich sitze mit Freunden beim Japaner unseres Vertrauens und wir machen uns Gedanken über Fleisch. Wir essen alle nicht viel und es gibt Pros wie Kontras, ob man es nun beibehalten sollte oder eben nicht. Die Argumente reichen von Ethik und Moral, Ahimsa (Gewaltlosigkeit)  über Hormone im Fleisch bis hin zu der globalen Veränderungen, wenn denn alle mitziehen würden…Es entstand eine Wette: 120 Tage kein Alkohol, kein Fisch oder Fleisch. Da wir dachten es könnte nicht schaden, die spirituellen 40 Tage, die es braucht um Veränderungen zu manifestieren einfach zu verdreifachen. Um dem gesamten System die Chance zur Veränderung zu geben.

120 Tage später sitze ich vor meinem ersten Stück Hühnchen und einem Glas Rotwein. Meine beste Freundin sitzt mir gegenüber und findet das alles sehr lustig und so ganz verstehen kann sie es nicht, dass man das macht ohne einen Grund.

Das Ganze ist nun knapp sechs Monate her. Im Personal Training heute kamen wir auf das Gespräch von Veränderungen und wie man es schafft diese endlich mal einzuläuten. „Just do it!“ Habe ich ihm gesagt. Etwas verunsichert schaute er mich an und wollte wissen, ob es denn so einfach sei. „Nein, denn du musst es ja machen!“

Das Witzige ist, dass viele dieses Yoga Gefühl lieben.  Jeder mag das Gefühl gut zu essen und ausgeruht zu sein…ABER: Alle leiden! Wie soll man das denn im Alltag umsetzen? JUST DO IT! Egal was es auch ist, was Du in Deinem Leben ändern möchtest: Wenn Dir diese Veränderung im Kopf ist und Dich nervt: Beginne jetzt es zu verändern.

Das Großartige ist: Dein Körper ist zellbiologisch nach 28 Tage einmal A BRAND NEW YOU: Heisst, wenn Du es irgendwie schaffst Deinem Kopf ein Schnippchen zu schlagen und für die 28 Tage eine Gewohnheit in eine andere umzuwandeln dann hast Du gute Chancen, dass sie Dich nicht so schnell wieder besucht.

Es geht nicht darum, ab morgen alles anders zu machen. Bedenke immer von wo Du kommst und was Du womöglich auch hinter Dir lässt: Im Sommer auf Wein zu verzichten und das für drei Monate ist manchmal echt sozialunverträglich, aber es hat mich bewusster werden lassen. Es ging mir dabei nicht um den Wein, sondern um das Genießen und die Ruhe und um das Wissen: I CAN DO IT! Wenn ich es denn wollte.

Womit wir zum nächsten Punkt kommen: Kennst Du auch Freunde die ihr Leben dauernd so ätzend und schrecklich finden? Es gibt niemanden, dem es schlechter geht als ihnen, oder? Wenn wir denen sagen: „Du willst ja nicht!“ (aus der Beziehung raus, den Job wechseln, ein anderes Land kennen lernen oder auch nur mal ein anderes Restaurant testen) kommt als Standard Antwort: „So einfach wie bei dir ist das ja nicht.“ Oder so etwas in der Art. Jaja der verdammte Kopf ist echt ein Miststück:  Die Komfortzone drückt wie eine Zara Hose am Bauch, aber wir lassen sie lieber an als mal zu sagen, dass das eine Frechheit ist so etwas zu verkaufen 😉

JUST DO IT! Wer nicht will, weiß entweder nicht genau, was er verändern will oder steht vor der Klippe, staunt und beklascht die anderen und geht dann wieder zurück ins Wohnzimmer.

Dein Geist gehört genauso zu Deinen Zellen und dem 28 Tage System: Er kann nur überlistet werden, wenn Du es tust. Oder aber und das geht an die Nörgler: Arrangiere Dich mit Deinen Gewohnheiten und Macken und liebe sie, dann ist das Leiden auch schnell vorbei.

Change it love it or leave it – ist so etwas wie ein 100% Commitment für Dein Leben – Wann immer also eine Entscheidung ansteht und wenn sie noch so verdreckt daher geschlichen kommt:

BE 100% und dann sei gut damit. Es ist wie in dem Werbespott mit der zweitbesten Frau und dem zweitbesten Steak im Restaurant – DAS WILL DOCH NIEMAND!

Du willst Liebe? Dann liebe und nicht nur die Auserwählten, oder den Prinzen, der dann daher geritten kommen soll!

Du willst Glück? Dann sei glücklich und warte nicht darauf, dass dafür erst genug Geld da sein muß!

Die Zeit vor Ostern nutzen viele um auf irgendwas zu verzichten. Verzicht ist nicht nötig ganz im Gegenteil: Eher mehr von dem, was Du wirklich willst und wo Du hingehörst und dann geh einfach!

JUST DO IT!

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Vertrauen ist gut und gut ist

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„Setzen sie sich bequem hin. Schließen sie die Augen und atmen sie bewusst und tief ein und aus. Ihr Körper beginnt sich zu entspannen. Bleiben sie solange bis sich ein Gefühl der Ruhe einstellt. Bitte klären sie vorab mit ihrem Arzt, ob diese Übung für sie geeignet ist.“ 

BAM! Ein Teebeutel schickt mich also zum Arzt, wenn ich auf die wahnwitzige Idee kommen sollte mich mal auszuruhen! Ein verdammter Teebeutel ist fähig, dass ich aus meinem Alltagstrott zwischen Terminen, Stress und Handy mal ein paar Minuten rausgerissen werden könnte. GEFAHR: Sollte mein Körper auf diese unerwartete Ruhe völlig überfordert reagieren, dann solle ich meinen Arzt fragen, ob ich nicht viel lieber mit Anlauf in alle Stressymptome reinrennen möchte? Wo bitte geht es hier denn mal aus dem Wahnsinn hinaus?

Die Teebeutel liegen hübsch verpackt im Bio Supermarkt meines Vertrauens, doch dieser Spruch brachte eine Welle an Fragen hoch:

Wie wenig Vertrauen habe ich eigentlich zu mir? Wann lohnt sich Kontrolle?  Warum lohnt es sich manchmal, sich selbst mehr zu vertrauen als anderen?

Ist Kontrolle schon bekloppt an sich, weil es einfach nichts zu kontrollieren gibt? Ist es verständlich, wenn die Handys nach SMS Flirts gescannt werden?

Etwas irritiert stolperte ich in meinen Kurs. Ich konnte nicht anders als die Stunde mit der Frage nach Vertrauen zu beginnen: Unsere Zeit ist gerade deshalb so irrtierend, weil wir so überaus unfähig sind, uns selbst zu vertrauen. Parallel und paradox dazu, rennen wir Hybris beladen durch die Städte und meinen mit unserem Ego kann uns keiner was. Wahnsinn, da muß ja ein Haufen Chaoten in der Welt herumrennen.

Die Wenigsten von uns sind noch mit einem tiefen Vertrauen erzogen worden. Ein Gefühl, dass man einfach nicht scheitern kann. Man kann nichts falsch machen, nur lernen. Einige lernen über die Jahre, dass das Vertrauen in sich selbst immer noch besser ist, als mit jemand anderen auf die Fresse zu fliegen. Das ist aber nicht die Art von Vertrauen, die einen lehrt, dass man nie tiefer fallen kann, als mit dem Po auf den Boden. Diese Art Vertrauen haben oft Menschen, die sich unangreifbar machen wollen.

Wovon der Teebeutel spricht und was er uns mit dieser Übung mehr als veranschaulicht: Lerne Dir zu vertrauen. Lerne Deine Grenze kennen und arbeite damit. Was ist daran schlimm, wenn  Du auf dem Boden sitzt und nach zwei Minuten merkst: Scheisse, mein Kopf bringt aber verdammt viele Gedanken in zwei Minuten zustande !? Im Grunde ist das der erste Schritt zu einem Gefühl, sich wieder ein wenig die Oberhand im Oberstübchen zurück zu erkämpfen. Unsere Gesellschaft wird erzogen nicht zu fühlen, nicht zu spüren. Wir sitzen stundenlang am Tag und bemerken erst Jahre später, dass der Rücken schief wird. Ein paar Massagen und Schulter klopfen („Harte Arbeit sei Dank!“ Als sei das der Lohn!) und der Lack ist gesoffen. So einfach ist es heute nicht mehr.

Beim Unterrichten merke ich, wie sich Menschen durch Yoga verändern können. Sie bekommen wieder ein Selbstbewusstsein und erkennen, was ihnen gut tut und was nicht. Oftmals gibt es so nach ein oder zwei Jahren krasse Einschnitte im Leben und sie beginnen dann langsam das Leben zu führen, was sie immer führen wollten. Dabei bewegen sie sich oftmals wie kleine Kinder beim ersten Mal Schlittschuhlaufen: Manchen rennen blind drauf los und landen auf dem Po und andere trippeln sich nach vorn. Aber jeder von ihnen verlässt das Ufer.

Yoga lehrt Dich, Dir zu vertrauen und macht Dich stärker. Es ist keine Zauberei und keine Medizin. Du bestimmst die Dosis und Du bestimmst auch, wie viel Magie Du in Deinem Leben erträgst (Stichwort: Komfortzone!). Aber mit jedem Atemzug, jedem Wackeln und Stolpern und jedem noch so frustierendem Üben an Kopfstand, Handstand oder Krähe, entfernst Du Dich von einem Ufer. was Dir versucht hat über Jahre zu erzählen: Geh zum Arzt und lass Dir helfen – Du kannst das nicht alles wissen! Doch! Vieles weisst Du, Du hast nur verlernt die Sprache Deines Körpers zu verstehen.

„You gotta stop wearing your wishbone where your backbone outta be.“  Elizabeth Gilbert

Es kann doch bitte nicht sein, dass wir uns von einem Teebeutel zum Arzt schicken lassen müßen, weil wir außerstande sind mal einfach zwei Minuten ruhig zu sein.

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Enjoy your Friday Night, Dance, Love, Breathe and Trust in YOUR Life!

 

 

Wer suchet der findet * Des Rätsels Lösung

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Es gab mal eine schlaue Truppe von drei kleinen Neffen. Alles, was deren Onkel nicht wusste, konnten sie in ihrem schlauen Buch nachschlagen.

Ich wollte nie den Onkel, aber das Buch fand ich großartig. Auch Tick, Trick und Track haben mich als Typen nicht sonderlich interessiert, sicherlich hätte ich ihnen im echten Leben in der Schule das Pausenbrot geklaut, weil sie mir zu neunmal klug waren, aber mittlerweile reizt mich der Gedanke eines Allwissenden Buches schon. Es gibt einfach zu viele Ungereimheiten im Leben. Es gibt Entscheidungen, bei denen ich so liebend gern ein Buch hätte, das mir alle Antworten geben könnte.

Gerade habe ich gelesen, dass die Forschung dabei ist herauszufinden, wie genau Intuition funktioniert. Es gibt Untersuchungen die belegen, dass unser Bauchgefühl schneller und auch für unser eigenes Streben nach Zufriedenheit klüger ist, als unser Hirn. Wir hören in unserer Zeit mehr auf den Kopf, als unseren Bauch: Wie oft stellst Du Fragen an Freunde, Familie oder Deinen Partner, wobei Du doch genau NICHT das tust, was sie Dir raten? Wie oft frage ich um einen Ratschlag, nur um dann eigentlich nur noch genauer zu fühlen, dass ich genau das andere machen würde? Nur für mich oder nur für Dich ganz persönlich – Du kannst nicht für andere reden, leben oder entscheiden.

Es macht auch so sehr Sinn, dass die Forschung sich nach all den Jahren vom Kopf (also Yang Energie geprägter Zeit) endlich mal wissenschaftlich mit unserem Bauchgefühl beschäftigt. Wir Yogis klatschen ganz aufgeregt und verschmelzen gerade mit der Quantenphysik zu völlig neuen Ansätzen. Denn wie oft lesen wir in den Medien z.B. bei Diäten, „wir können nichts dafür, das ist noch ein Überbleibsel der Evolution.“ Oder in Burn Out Diagnosen setzen Ärzte die  „Höhlenmenschen Keule“ an, um Dinge herrlich plakativ zu erklären. Geht es aber um Entscheidungen die Dein eigenes Leben, Dein Glück oder Deine Liebe betreffen, dann stellst Du tatsächlich Listen auf, befragst Freunde oder Therapeuten: Dabei bist Du doch bereits mit dem schlauen Buch ausgestattet – Dein Bauchgefühl sagt Dir bereits viel früher, was funktioniert und was nicht. Das Grandiose daran ist sogar: Dein Bauchgefühl hat dabei bereits die Risiken in Deiner Dir möglichen Komfort Zone berechnet, Dein aktuell möglichstes Risiko addiert und das Ganze mit der Dir zur verfügbaren Energie zu einem Gefühl kumuliert, was eine gute Basis für eine Entscheidung wäre.

Es ist ein Zeichen der bereits mehrfach angesprochenen Zeitenwende (Wassermann Zeitalter), dass Du vielleicht auch mehr beginnst auf Dich zu hören und das nicht erst wenn Du krank bist. Was Yoga damit zu tun hat?

Diese Zeit bietet Dir die Chance alles auszuprobieren, um wieder ein Stück näher zu Dir zu kommen. Nicht zu Deinem nächsten Job, nicht zu Deinem größeren Auto, sondern einfach zu Dir! Das ist manchmal ganz schön hart, aber Yoga ist eine wundervolle Praxis (physisch und auch psychisch) Dich besser kennenzulernen.

Yoga beruhigt den Geist: Wenn der still ist, dann hörst Du auch wieder Deine innere Stimme.

Yoga klärt Deine Emotionen: Wenn Du wieder wirklich fühlst, bist Du ehrlich zu Dir und anderen.

Yoga macht gesund: Wenn Du Dich gut fühlst, dann wird es automatisch leichter, gut zu Dir zu sein.

Yoga ist das schlaue Buch – ich bin mir nicht sicher, ob Tick, Trick und Track die Bhagavad Gita immer griffbereit hatten :) aber das wäre die Lösung für die neumal Klugheit…vielleicht hätte ich ihnen damals aber trotzdem das Pausenbrot geklaut…

Beginne vielleicht in kleinen Schritten auf Dein Bauchgefühl zu vertrauen, beim Einkaufen, beim Telefonieren beim Kochen.

*live your life – es tut ja sonst keiner für Dich!*

Fürchte Dich… und mach es trotzdem!

Abwarten und Tee trinken – Erfolg kommt mit viel Glück!

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Der Kampf ums Glück ist ein Kampf voller Missverständnisse…denn wer kämpft, der wird sich an dem Brocken die Zähne ausbeissen.

Eine kleine Anekdote meiner Kindheit: Meine Eltern hatten im Garten hinterm Haus mal die fixe Idee für uns einen Gemüsegarten anzulegen. Großartig! So lernten meine Schwester und ich, dass Gemüse nicht von Bofrost oder Eismann kommt. Was nicht zu lernen ist, sondern nur zu erfahren, Wachstum braucht halt ne Weile. Meine Schwester und ich, von Natur aus sehr ungeduldig, hatten für so was keine Zeit und haben nach drei Tagen in regelmäßigen Abständen begonnen nach dem Rechten bei den Karotten zu gucken.

Es vergingen einige Tage bis meine Mutter sich wunderte, warum sich nix tut im Beet…und wir etwas traurig bei Bofrost anrufen mussten.

Glück ist ähnlich wie eine Karotte: Wir tun und machen und wenn dann nicht als bald Ergebnisse da sind, dann werden wir ungeduldig…das Ergebnis: Zurück auf Los – keine 100 Euro einziehen. Und dann geht es los das Gejammer. Ich hab mich doch so bemüht! Ich hab es doch mal wieder verdient! …

Aber Karotten und Glück sollten Zeit haben um wachsen zu können. Wie oft sagt man bitte im Alter Sätze wie: „Da wäre ich damals noch nicht reif genug für gewesen.“ „Der Typ war super, aber ich noch nicht bereit für den Schritt.“

Gebe den Dingen ihre Zeit – Du wirst eh nichts ändern können. Es gibt Einige, die glauben sie können Dinge berechnen. Erfolg messen. Karriere justieren.

Es gehört mehr dazu, als ein wenig Wasser, gute Erde und die Samen, die verdammt noch zu wachsen haben!

Wir müßen das Vertrauen und die Geduld haben, dass unsere Intentionen und auch unsere Wünsche in Einklang mit unserem Umfeld, unseren Möglichkeiten und uns selbst zusammen passen.

Unsere Kultur ist allerdings ganz anderer Meinung: Wir brauchen Ziele! Erfolg muß messbar sein. Das Problem ist, dass das vielleicht bei einigen Dingen klappt, aber YOGA tickt anders! Es geht auf diesem Weg, nenne ihn Yoga, spirituell, Deinen Weg oder Loslassen :) nicht um ein Ziel, was nach einer festgelegten Abfolge ein berechnetes Ergebnis bringt, es geht ausschließlich um den Weg an sich!

Es muß sich entwickeln und dafür muß erst mal viel Mist weg. Alte Muster – Denkweisen aus der Erziehung, Gewohnheiten – Wir sagen gern Komfort Zone dazu. Die gilt es relativ entspannt, aber dennoch gewollt, zu verlassen. Manchmal verursachen wir das selbst, manchmal trifft uns der Hammer KNALLHART und wir „konnten doch nichts dafür.“ Aber in der Regel ist es nur die Frage, wie wir das Ganze dann angehen.

Back to the Roots, ab auf die Couch, Mitleid und viel Pizza – oder anderen zuhören, sich selbst zuhören und den Mut haben, es irgendwie mal anders zu sehen…Das muß nicht bahnbrechend sein und schon gar nicht in der Höhle im Himalya enden. Für manche ist die Komfort Zone zu Ende, wenn sie das Duschgel wechseln – manch einer verlässt die Komfort Zone erst, wenn die Reissleine am Fallschirm gezogen werden muß. Was zählt ist, das zu erkennen und anzunehmen und ihm dann Zeit zu geben. Ja versuch das mal: Etwas unerwartetes geschieht und nach einer gelernten Abfolge von Emotionen (Verleugnung, Panik/Angst, Trauer, Akzeptanz) entscheide Dich für etwas ganz anderes, was Du normaler weise tun würdest.

Worum es geht? Praxis, Üben…Hinfallen und Aufstehen.

Warum? Weil es kaum mehr jemanden gibt, der an den Erfolg von alten Mustern glaubt – außer beim Nachkochen von Omas Eintopf.

Was passiert? Eine Menge –  schnall Dich fest an, denn das wird turbulent – aber lebenswert.

*Es ist Deine Wahl, aber auch Dein Leben*