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*Detox after Detox*

oder warum es sich lohnt nach dem Aufräumen die Augen aufzuhalten…

Die Sache mit den grünen Säfte ist ja eine Geschichte voller Missverständnisse. Seit einigen Monaten habe ich das Gefühl wirklich niemand ist mehr ohne einen Vitamix oder der billigen Entsafter-Variante unterwegs und hat mindestens mal zwei Standard Säfte auf Lager, die auch die letzte Darmzotte wachrütteln. Ich leider nicht, entgiften und detoxen ist beim Stillen nicht erlaubt. Dabei liebe ich Säfte, aber gerade überkommt einen ja ein Gefühl von *in ist, wer drin ist – wenn man denn nen Saft trinkt-* Alle Welt entgiftet und spült und saniert Därme – in einem Wahn, wie der Regenwald geholzt und Plastikinseln im Meer wachsen – je mehr Chaos draußen, umso mehr Ruhe im Darm? Oder warum?

Nicht suchen… machen *Dein OsterYOGAkorb*

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Fastenzeit hin oder her – Ostern wäre jetzt da und zwar ziemlich genau in wenigen Tagen. Familien rüstet Euch, gerade mal 120 Tage und ein paar Monde nach Weihnachten kommt die erste große Familienfeier 2012. Die Feiertage sollten aber vorallem der inneren Einkehr und Ruhe dienen, so dass man zwischen der Hektik des Alltags und der Work Life Balance, mal einige Tage hat, die man ganz anders gestaltet, als gewohnt: Das könnte im besten Fall dazu führen, dass der Kopf und der Körper sich entspannen und somit gestärkt aus den Feiertagen kommen.

Damit Du Deine Feiertage so gut wie möglich nutzen kannst, habe ich ein paar Asanas und Pranayamas zusammengestellt. Wenn Du über die Feiertage zur Familie fährst nutze den frühen Morgen für ein paar Übungen, wenn es still ist.

Mache aus den Feiertagen mit dem langen Wochenende Dein persönliches Retreat. Du hast von Freitag bis Montag Zeit und somit die Chance Deinem Körper vier Tage etwas Gutes zu tun.

Da es letzte Woche um die Liebe und Selbstliebe ging, wäre dies ein idealer Auftakt.

Ablauf Yoga Ostern:

Morgens:

Bevor Du aufstehst strecke Dich wirklich ausgiebig und bleibe mit offenen Augen einige Augenblicke liegen. Es gibt Untersuchungen die belegen, dass man positiver in den Tag startet, wenn man morgens in Ruhe und mit etwas Zeit nur für sich startet.

Gerade jetzt im Frühling braucht der Körper Deine Unterstützung um mit dem Wetter klar zu kommen. Wechselduschen, Luffahandschuh und Massagen – alles was den Kreislauf etwas pusht und auch der Haut hilft den Winter abzuschütteln.

Ein Tipp aus dem Ayurveda: Gutes Sesamöl ist die Basis aller Massageöle in Indien. Das feste Öl hat die Eigenschaft wirklich tief ins Gewebe zu dringen und dort Schadstoffe zu binden und zu eleminieren. Massiere morgens Deine Füße jeweils fünf Minuten mit gutem Sesamöl und spüle sie mit lauwarmen Wasser wieder ab.

Bevor Du übst:

Trinke gekochtes lauwarmes Wasser, gern mit Ingwer. Du kannst es auch schon abends vorbereiten, wenn Du niemanden zu Hause stören möchtest.

Deine Zeit:

Setze Dich dann mit einer Kerze (Teelicht) vor Dir hin, wo Du für ca. 15 Minuten Deine Ruhe hast. Sei sicher, dass Dir warm genug ist.

Trataka (Meditation auf das dritte Auge) ist eine Reinigungs/ Meditationsübung. Schließe erst für einige Augenblicke die Auge und beobachte Deinen Atem. Dann öffne sanft die Augen und schauen in die Flamme der Kerze. Versuche die Augen die ganze Zeit geöffnet zu halten, nicht zu blinzeln. Die Augen werden beginnen zu brennen und zu tränen. Dann kannst Du sie immer mal wieder schließen und sanft erneut öffnen. Versuche die Abstände etwas hinauszuzögern.

Nach etwa 5-10 Minuten schließt Du die Augen und visualisierst nur noch die Flamme. Wenn Tränen fließen, lass sie laufen. Trataka reinigt Deinen Blick und hilft Dir, klarer zu sehen.

Danach legst Du Dich kurz flach auf den Rücken. Atme tief in den Bauch ein und aus. Beginne dann mit einer Bauchübung Deiner Wahl, egal welche. Versuche für einige Minuten Deinen Bauch anzuheizen und damit Deine Körpermitte. Hier sitzt viel Energie und die Konzentration auf den Bauch schult auch Dein Bauchgefühl, Deine Intuition.

Mit tiefer Atmung und einem „warmen Bauch“ beginnst Du sanft Deine Sonnengrüße. Beginne achtsam und ruhig den Körper zu bewegen, da er sich vielleicht durch wenig Schlaf oder ungewohnte Umgebung anders anfühlen kann als zu Hause.

Mit der Wärme im Körper wird auch die Atmung wieder tiefer und Du kannst vielleicht ein paar Hüftöffner dazunehmen. Hüftöffner lösen das Gewebe um den Kern Deines Körpers, sehr oft lösen sich auch hier wieder Emotionen – egal was hochkommt, lass es gut sein und beobachte es nur. Die Taube ist ein klassischer Hüftöffner, den man auch gut zu Hause üben kann. Dazu kommst Du in den Hund und schwingst ein Bein leicht angewinkelt nach vorn. Das hintere Bein ist gut nach unten zum Boden ausgerichtet. Versuche Dich jetzt zuerst ganz lang zu strecken, so dass Du bereits ein Dehnung spürst. Wenn Du magst lehne Dich dann sanft nach vorn, vielleicht mit der Stirn zum Boden. Versuche hier für mindestens 10 Atemzüge zu bleiben und ruhig zu atmen.

Schließe Deine Praxis mit einer Umkehrhaltung (bitte nicht Üben, wenn Du Deine Tage hast, stark erkältet bist oder Bluthochdruck hast): Schulterstand, Pflug oder Kopfstand wenn Du geübt darin bist.

Dein Körper kann hier noch mal einiges abgeben und das Lymphsystem wird in seiner Arbeit unterstützt.

Für Savasana legst Du Dich gut zugedeckt auf den Boden und versuchst wieder 5-10 Minuten zu ruhen. Beobachte Deinen Körper dabei ohne in den Gedanken abzuschweifen. Mein Tipp: Höre ein ruhiges Lied, für die Dauer von Savasana, dann brauchst Du Dich nicht um die Zeit sorgen.

Nach Savasana sind hoffentlich noch nicht alle im Haus wach, so dass Du noch einmal vor die Tür gehen kannst und am besten im Garten oder aber am offenen Fenster einige Minuten frische Luft atmen kannst.

Dann kann der Tag kommen. Vielleicht hast Du Lust, Dir auch über die Nahrung etwas Gutes zu tun. Das klappt auch an den Feiertagen :)

Versuche soviel Du kannst zu trinken. Meide so gut es geht Alkohol und Zucker. Am einfachsten ist immer wieder der Tipp: Verstehst Du alle Zutaten auf der Inhaltsliste? Wenn nicht lass es. Wenn es ein Labor braucht, um Dein Essen zu machen, braucht Dein Körper ein Labor um es zu verdauen.

Einfache und gute Lebensmittel – dann kann es auch der frische Kuchen sein, wenn die Zutaten frisch sind.

Abends kannst Du vor dem Schlafengehen noch Deiner Haut viel Gutes tun und Masken und Seren auftragen, damit Du sie unterstüzt in ihrer Arbeit.

Ein wenig Zeit für Dich am Morgen. Viel Zeit an der frischen Luft und mit der Familie. Viel Schlaf und gutes Essen.

In vier Tagen ist Dein Körper frisch und erholt und jeder wird Dich im Büro um Deinen Retreat Glow beneiden :)

*Happy Yogi EASTER*

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Alles muß raus – Gekonnt detoxt

 

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Gestern hatte ich meinen ersten Workshop für dieses Jahr.

2,5 Stunden Detox. Der yogaraum Hamburg ist eine großartige Location für längere Stunden oder Workshops, weil die Atmosphäre einfach herrlich ruhig und entspannt ist.

Die Teilnehmer waren unglaublich interessiert und es freut mich wahnsinnig, dass auch Yogalehrer immer wieder bei meinen Workshops sind.

Das Thema Detox wird wohl in diesem Jahr noch öfter auf mich zukommen, da das Interesse so groß war.

Obwohl man als Yogi natürlich gewohnt ist auf sich zu achten, sich bewusst ernährt und eine regelmäßige Praxis auch zu einem gesunden Körper führt, finde ich es wichtig, dass wir uns von Zeit zu Zeit unserer Gewohnheiten bewusst werden.

Der Fokus des Workshops lag daher auch weniger auf der Ernährung, als auf dem Zusammenhang zwischen den Gedanken, dem bewussteren Konsum von Kosmetik und Zusatzstoffen und dem Gefühl für seine Nahrung.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das Theman Detox viele deswegen so anspricht, weil sie darüber den Zugang zu sich finden und spüren, dass sie selbst wirklich Einfluss auf ihre Emotionen, ihr Wohlbefinden und auch ihr Auftreten nach Außen nehmen können.

Die modernen Stadt Yogis suchen immer nach Wegen, nicht in den Strudel der Stadt gezogen zu werden.

Das Chaos zwischen Stress, Fast Food und Konsum :)

Detox als umfassendes Programm schult jeden egal wo wieder etwas mehr auf sich zu achten.

Was esse ich? Wenn ich nicht mal die Inhaltsstoffe meiner Pizza aussprechen kann, warum sollte mein Körper diese dann verwerten können?

Was creme ich? So schön zarte Haut auch ist, wenn ich nicht weiß, warum die Öle oder Weichmacher in Duschgels oder Lotions sind, warum sollte sie meine Haut dann aufnehmen können?

Was denke ich? Wenn ich mich meinen Gedanken hilflos ausgeliefert fühle, warum sollten meine Emotionen dann kontrollierbar sein?

In den 2,5 Stunden haben wir gemeinsam neben einer intensiven Flow Sequenz erarbeitet, wie man das Bewusstsein mit kleinen Schritten schärft.

Wach bleiben, aufmerksam bleiben auf sich achten in jedem Moment – das sind auch Elemente des Ashtanga Pfades. 

Daher kann man sagen was man möchte, Detox ist vielleicht ein modernes und fast überstrapaziertes Wort – aber es hat seine Berechtigung in der Yoga Praxis, um zu wachsen.

Ich freue mich auf das spannende 2011