Revolution der Räucherstäbchen – Mit Yoga bist Du weit vorn

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„Warum ich?“ „Warum ich?“

Diese Woche war extrem anstrengend und das wurde mir von den unterschiedlichsten Typen bestätigt. Müde, erschöpft, ein Gefühl des Hinterherhetzens gepaart mit Sommerhitze und Neumond – Scheint nicht die perfekte Kombination zu sein.

„Yoga macht einen unfähig am normalen Leben teilzunehmen, man ist nicht mehr in der Lage den Alltag geregelt zu bekomen…!“

Mein Freund war diese Woche nicht nur vom Neumond und der Müdigkeit geplagt, sondern hatte auch ein Projekt auf den Schultern, was einen 18 Stunden von ihm abverlangte. Die Stimmung war im Keller, nicht nur, weil er weder zum Sport noch zum Yoga kam. Vorallem, weil es scheinbar schneller ging, als er dachte, dass ein gehetzter Agentur Nerd zum spirituellen und Körper/-und Geist bewussten Menschen switchen konnte. Sein Fazit allerdings: „Ehrlich, wenn ich daran denke, dass mir früher diese 18-20 Stunden Tage nichts ausgemacht haben… eine Kippe, ein Bier und der Feierabend war da. Jetzt habe ich bereits nach einem halben Tag bei der Hektik in der Agentur das Gefühl, ich betreibe Raubbau an meinem Körper und kann ihm nicht mal was gutes zum Essen geben, weil es einfach nichts gibt.“

Er war echt fertig und mich beschäftigte die Tatsache, dass einem Mann so etwas bewusst wird, der eigentlich immer sehr viel mehr leisten konnte als ich.

Es stimmt schon, wenn mein Büro Tag anfängt gehen die Lampen auf Alarm. Hier ein Meeting, da ein Call, ein Projekt wird hier geändert, dort auf englisch umgeändert, hier ein Text, dort ein GO…es ist schon Wahnsinn, was eine Person heute in einem Tempo leisten soll.

Ich überlegte:  Warum Yoga? Warum gerade jetzt? Sind wir alle Hippies und kommen nicht mehr klar in der Struktur eines Arbeitsalltages? Müssen wir uns entschuldigen und unsere Leidenschaft für Yoga vor unseren Chefs verstecken, um ja nicht als NICHT BELASTBAR eingestuft zu werden?

Nein! Die Revolution bist Du! Jetzt und hier. Yoga zeigt jedem von uns, dass vieles nicht mehr funktioniert. Nicht mehr schneller, weiter und mehr – wie denn auch, wenn alles weg und die Menschen ausgebrannt sind?

Ich dachte daran, wie Trends und Veränderungen in der Gesellschaft vollzogen werden. Die Hose ist ein grandioses Beispiel. Bis vor kurzem galt es als unschicklich für Frauen überhaupt Hosen zu tragen, erst Marlene Dietrich scherte sich nicht drum und brach Konventionen. Das ist noch nciht so lange her, wenn man bedenkt wie lange wir schon als Menschen leben. Das Ergebnis: Sie ertrug sicher viel Häme und Spott, aber die Hosen behielt sie an. Heute undenkbar keine Wahl außer den Rock zu haben. Noch immer gibt es sogar in Frankreich das Gesetz, dass Frauen Röcke zu tragen haben.t.

Yoga und Hose? Bevor ich mit Riten und Bräuchen aus anderen Jahrtausenden anfange, ist die Hose ein prima Beispiel. Es braucht eben ein paar Mutige. Mutige, denen das was jetzt gerade hier ist, nicht verstehen können und akzeptieren wollen. Mutige, die sich nicht damit zufrieden geben, dass es schon immer so war, sondern die mehr wollen. Mutige, die den Arsch in der Hose haben auf ihr Herz und ihren Körper zu hören und wenn noch so viele da draußen den Kopf schütteln. Mutige, die sehen, was keiner sieht. Mutige, die hören, was scheinbar niemand mehr hören kann.

Es braucht mehr Yogis.

Die Revolution lässt sich eh nicht mehr stoppen. Die kritische Masse, die es braucht um das Bewusstsein einer Bevölkerung zu verändern ist kurz davor positiv kritisch zu werden. Egal, ob nun Yoga, Meditation oder ein ausgeprägter Sinn für Humanität und sozialem Denken…Die Kreise schließen sich und auch wenn ich in meinem Büro belächelt werde, mein Freund erschöpft nach Hause kommt und meine Schwester sich für ihre Hilfsbereitschaft oftmals noch entschuldigen muß. Unser Herz führt uns. Dein Herz führt Dich auch. Aus noch nicht erklärbaren Gründen folgen wir wieder mehr einem anderen Rhythmus. Einem Rhythmus, dem noch nicht alle folgen wollen oder können. Aber einem Rhythmus, der in einigen Jahren Normalität sein wird. Das musst nirgends schwarz auf weiß stehen – Trends sind nie exakt vorhersehbar, aber man kann lernen sich auf sich zu besinnen, sich zu vertrauen und dann einfach mal gepflegt auf die Meinungen anderer zu pfeifen.

Revolution und Yoga passt nicht?

yo•ga (n) – union; a system for balancing mind, body & spirit

rev•o•lu•tion (n) – drastic and far-reaching change in ways of thinking and behaving

Ich finde schon – schön entspannt und friedlich natürlich!

Und damit ALOHA Friday und ein Hinweis auf ein schönes Projekt:

PackH2O hat die grandiose Idee Wasser in Rücksäcke zu verstauen! Die smarten Amerikaner waren geschockt, von der Tatsache, dass ihnen 24 H das Essen durch Internet und Telefon zugänglich war – wo in Ländern wie Afrika und Haiti oftmals Stunden und Tagesmärsche für ein paar Liter Wasser zu absolvieren waren. Sie gründeten packH2O und beweisen, wie einfach Hilfe sein kann. Get inspired!

Da bist Du ja schon – 2012 Willkommen!

Hallo liebes neues Jahr,

ich freue mich auf Dich! Ich glaube, wir könnten gute Freunde werden. Dein alter Dude 2011 hat das Ganze etwas zu drollig gestaltet und irgendwie wurden wir nicht wirklich warm. Zum Glück zweifle ich da jetzt nicht lange, denn ich war da nicht allein. Nein, der alte Haudegen 2011 hat sich bei vielen einen Streich erlaubt und es bei vielen mal so richtig krachen lassen! Life is a Rollercoaster, aber ich finde jetzt sollte mal Zuckerwatte das Motto sein…Liebes 2012 – Du wirst das schon meistern. Wie viele gute Prognosen haben wir schon für Dich gehört…und wenn alles schief geht, naja, dann behalten die Mayas recht und es ist im Dezember 2012 einfach vorbei, aber dann kann sich zumindest keiner mehr beschweren.

Ein wenig leid tust Du mir schon!  Alle haben so hohe Erwartungen und um den Leistungsdruck noch anzuheizen, fängt die Wirtschaft und die Politik auch an zu orakeln. Als würde es nicht reichen, dass wir spirituelle Yoga Freaks alles auf Dich setzen. Heute morgen auf der Matte kam mir der Gedanke Du könntest da einfach keinen Bock drauf haben. Machst einfach auf Prinzessin und haust ab! Der Leistungsdruck ist ja nicht für alle gut! Die sind auch alle bescheuert, dachte ich mir so im Kopfstand, ich mal ganze vorne mit dabei: Setzen alles auf eine Karte – Nichts geht mehr – die Bank gewinnt doch eh immer! Da wird es mal etwas ruppig und holprig und man darf mal Herausforderungen annehmen lernen und dann soll im neuen Jahr gleich alles wieder…ja wie soll es denn werden? Früher war mehr Lametta, oder wie? Was kann es denn das 2012 – es ist doch noch nicht mal da. Guter Wein entwickelt sich mit der Zeit und auch Bier braucht ein paar Minuten. Aber ich kenne ein paar Leute, wo ich wette, die hängen mit Kater am 1.1. 2012 im Bett und die schimpfen schon wie Rohrspatzen, weil das so ja nun mal nicht geplant war.

Irgendwie muß das anders sein, dachte ich: Den Druck mal rausnehmen. Weißt Du was 2012? Mach, was Du magst. Ich habe da jetzt keine besonderen Anforderungen mehr an Dich. Du wirst das richten! Ehrlich! Wenn ich mal ganz ehrlich bin, schockt mich nix mehr und wenn ich das weiter denke kann ja auch niemand was für die letzten Jahre. Karma eben – haben wir uns alle selbst reinbugsiert im Großen und im Kleinen! Und auch wenn manche Dinge Jahrzehnte brauchen, wie Klima und Atom Ärger, es ist ja nun mal nicht Dein alter Kumpel 1972 gewesen oder einer der anderen Jungs, der sich gedacht hat: „Ha, da zettele ich mal was an, das wird die noch 2011 beschäftigen!“ Neee, das waren ja wir….

Also 2012. hier mein Deal: Ich bin raus aus der Nummer mit dem Druck an Dich und freue mich, egal was da kommt: Ich bin ja auch erwachsen und will die Wunschliste nicht vom Weihnachtsmann an Dich abgeben, nur weil ich an den nicht mehr glaube und händeringend einen Ersatz suche… Also mach es gut 2012 – so wie es für Dich gut ist und ich bin sicher, wir strahlen und mal zwischendurch an und dann weiß ich: Jeder kann nur selbst glücklich werden. There is no way to happiness, happiness is the way!

Mahalo Nui Loa***