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Richtiges Alignment Warum schief manchmal perfekt ist

Stabil und fest zugleich – Wer es geschafft hat diese Grenze des Gegensätzlichen zu überschreiten, der macht Yoga. In den Sutren ist das eigentlich auch schon alles, was man über Asanas findet. Mehr nicht! Mehr nicht? Ja, das reicht um selbst hundert oder tausend Jahre später immer noch an genau diesem seinem Ego jeden Tag aufs Neue, naja fast zu verzweifeln.Stabil und fest, ist wie Zuckerbrot und Peitsche, Ebbe und Flut oder wie Schatten und Licht. Ein Sutra, ein Satz aus den alten Schriften, so komplex und intelligent. Man kann sich gut vorstellen, wie die Inder sich schon damals vor Lachen gekrümmt haben, ob ihrer Genialität: „Sollen sie doch mal sehen, wie sie damit klar kommen, für jetzt und immer. Fest und stabil, daran haben sie garantiert jeden Tag zu knacken.“

So ist es auch: Ich versuche mich im Ashtanga. So gut es geht habe ich darin meinen Lehrer gefunden. Ich stehe in der Dunkelheit auf, genieße einen Kaffee in absoluter Ruhe und übe mich in Atmung und Bewegung. Allein jeden Morgen nur wenige Sonnengrüße zu machen, wenn alles schläft und vielleicht die Nacht mal wieder nicht so erholsam war, ist jeden Morgen aufs Neue eine Herausforderung in stabil und fest – ein schmaler Grad: zwischen gebe ich Vollgas und morgen dafür gar nix, weil mir alles weh tut, oder lasse ich mal ganz locker und bescheiße mich damit auch ein bisschen selbst? Ist das Ego, oder kann das weg? Ein schmaler Grad, der mich morgens in Konzentration und Fokus fordert. Meist ist es zur Zeit leider nach wenigen Minuten vorbei, ich werde gebraucht: Auto spielen um sechs auf dem Autoteppich – Kuscheln im Bett und Buch lesen, Frühstück machen. Und trotzdem, ich war kurz da und habe mal nachgeguckt, was sich die alten Hasen, ähh, Inder gedacht haben bei diesem Satz und bin ein bisschen angekommen bei mir.

Wenn es also um diese beiden Dinge geht, dann sollten wir darauf achten, was wir wirklich brauchen. Wir sollten hören, was der Körper sagt und die Grenzen und auch die Möglichkeiten akzeptieren, die uns der eigene Körper bietet.

1024x640 Holger Zapf

Im Unit-Yoga bietet Holger einen Intensiv Workshop an, der sich mit genau diesem Thema beschäftigt. Dies bietet Dir die Chance einmal zu schauen, warum vielleicht genau Du das Bein gebeugt halten solltest, wenn es noch 20 Jahre auf der Matte weiter gehen soll. Alignment und Anatomie sind Eckpfeiler und auch, wenn die alten Inder nicht explizit darauf hingewiesen haben: Sie haben es geahnt, dass der Weg zu einem modernen Yogi nicht an Lernen und dem Verständnis für den eigenen Körper vorbei geht. Sie wussten, dass in diesen beiden Worten, diesen Gegensätzen, die Aufforderung besteht, sich einem Lernen zu verschreiben, auch wenn Du bereits Lehrer bist, weil sich immer etwas verändert im Körper und es gilt, es zu verstehen und Deine Praxis darauf aufzubauen.

Holger leitet die Workshops als Gründer von Unit Yoga und kann mit über 1000 Ausbildungsstunden viel Wissen einbringen und Lehrern, Schülern und Neugierigen einen Weg ebnen sicher und gesund zu üben.

Der Workshop in Hamburg startet jetzt am Samstag am 10.10-13-10 von 8:30-16:30 Uhr

Vom 29.10-1.11. findet der Workshop in Wiesbaden statt.

Weitere Infos zum Workshop, sowie Anmeldungen hier

Und ja, danke Jungs von damals: Wir werden noch ewig an euren weisen Sätzen zu knacken haben…

Namasté und happy a practice *